|Rezension| M. R. Carey „Die Berufene“

|Rezension| M. R. Carey „Die Berufene“

die berufene

Knaur * 1.10.2014 * OT The Girl with All the Gifts * ISBN: 978-3-426-51513-6

 TB 14,99 € * eBook 12,99 € * Leseprobe * Autor

Klappentext

Großbritannien, in nicht allzu ferner Zukunft: Ein grauen­hafter Parasit befällt die Menschheit. Millionen sind bereits infiziert und bedrohen die wenigen Gesunden. Alle Hoffnungen ruhen auf einer Schar Kinder, die anders auf den Erreger reagieren. Auf einer ent­legenen Militärbasis halten Wissenschaftler sie gefangen – zu allem entschlossen, um ihnen ihr biologisches Geheimnis zu entreißen. Doch es läuft nicht nach Plan …

Meinung

Romane, Filme und Serien über Zombies gibt es Unmengen und sie sind zugegeben mein Guilty Pleasure. Manche davon sind ziemlich fad und folgen Schema F. Manche sind ganz anders. Und manche machen mir eine Gänsehaut. So wie Die Berufene.

Tatsächlich ist von Zombies hier gar nicht wirklich die Rede. Die Menschen in dieser Realität werden von einem Pilz befallen, der ihre Gehirnfunktionen übernimmt und sie zu Hungernden macht. Der Pilz, von dem sie befallen sind, existiert übrigens wirklich und diese Vorstellung fand ich schon beunruhigend – kein fehlgeschlagenes Experiment, keine über Tiere übertragbare Krankheit, sondern die Weiterentwicklung eines tatsächlich existenten Organismus rafft die Menschheit dahin und diese Idee ist gar nicht so abwegig. Der Gedanke steckte die ganze Zeit in meinem Kopf fest. (Hier könnt ihr euch über den Pilz informieren. Gruselig, oder?)

Die Berufene liefert Figuren, die man hassen kann, Figuren, die man lieben kann, und Figuren, die man erst hasst und dann liebt. Und erstaunlicherweise überleben diese Figuren alle ziemlich lange. Dennoch waren alle irgendwie doch die typischen Klischeezombiegeschichtenprotagonisten – der hintergründig weichherzige Soldat, der naive Soldat, die bösartige Wissenschaftlerin, die gute Mutter, die Ausnahme von der Zombieregel – sie alle kann man finden. Aber sie bleiben nicht die unausgefüllten und auswechselbaren Stereotypen – ich habe mein Herz an jeden von ihnen verloren (mit einer offensichtlichen Ausnahme) und war tatsächlich sehr glücklich, dass ich sie möglichst lange begleiten konnte.

Aber so richtig gepackt hat mich die Atmosphäre, die beschrieben wurde. Abgesehen von den typischen Zombieapokalypseumgebungen wie zugestopfte Autobahnen gab es Orte und Szenen, die mir eine richtige Gruselgänsehaut gemacht haben – vor allem in London wurde ich dieses beklemmende Gefühl nie wieder richtig los. Hier merkt man einfach, dass der Autor schon immer viel damit gearbeitet hat, düstere Stimmungen aufzubauen, immerhin ist er auch der Autor von Hellblazer und schreibt Skripte für TV-Shows. Und das alles schafft er ohne übermäßig Blut und andere ekelerregende Körperflüssigkeiten spritzen zu lassen (auch wenn man ohne dann doch nicht völlig auskommt).

Fazit

Ein beängstigendes Werk mit düsterer Stimmung und beklemmender Atmosphäre – unbedingt lesen, wenn man Zombiegeschichten und das Drumherum liebt!

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|Rezension| Daniel Waters „Kiss of Life“

|Rezension| Daniel Waters „Kiss of Life“

Generation Dead #2

Daniel Waters @ DanWaters.blogsot.com

Hyperion Book (Mai 2010)

432 Seiten, 6,99 € TB

Klappentext

The phenomenon that’s been sweeping the country seems to be here to stay.  Not only are the teenagers who have come back from their graves still here, but newlydeads are being unearthed all the time.  While scientists look for answers and politicians take their stands, the undead population of Oakville have banded together in a group they’re calling the Sons of Romero, hoping to find solidarity in segregation.
Phoebe Kendall may be alive, but she feels just as lost and alone as her dead friends.  Just when she reconciled herself to having feelings for a zombie — her Homecoming date Tommy Williams — her friend Adam is murdered taking a bullet that was meant for her.  Things get even more confusing when Adam comes back from the grave.  Now she has romantic interest in two dead boys; one who saved her life, and one she can’t seem to live without.

Meinung

Leben ist nicht mehr das Selbe seit dem verhängnisvollen Abend, an dem Adam bei derm Versuch, Phoebe zu retten, gestorben und wieder zurückgekommen ist. Phoebe ist völlig verwirrt, was sie fühlen soll. Tommy gegenüber ist sie wütend. Sie versteht nicht, wieso der untote Junge einfach daneben stand, als eine Waffe auf sie gerichtet wurde, während sich Adam vor sie warf und daraufhin erschossen wurde. Trotzdem hat sie immernoch Gefühle für ihn, genauso wie für Adam. Doch auch hier kann sie nicht recht unterscheiden, ob es wirklich Liebe ist oder Schuldbewusstsein. Adam ist währenddessen damit beschäftigt, wieder vollkommen zurückzukehren. Zu Beginn des Buches sind Abschnitte, die seine Sicht der Dinge beschreiben, sehr kurz, abgehackt und sprachlich simpel gehalten. Im Laufe der Geschichte und im Laufe seiner körperlichen Fortschritte kann er sich auch wieder besser ausdrücken. Pete währenddessen muss seine Sozialstunden inmitten der Zombies absitzen, die er so hasst.

Die Situation der Zombies wird in Kiss of Life nicht besser, im Gegenteil. Obwohl es anfangs so wirkt, als wäre ein normales Zusammenleben langsam möglich, wird doch deutlich, dass man sie nicht als „echte“ Menschen ansieht. Ein Beispiel dafür ist schon die Verhandlung über Adams Tod. Zum Einen findet sie zu einem Zeitpunkt statt, in dem Adam nicht in der Lage ist, zusammenhängende Sätze zu formulieren, und so ist es ihm auch nicht möglich, sich gegen die Fragen der Verteidigerin zu wehren. Zum Anderen wird sein Fall nicht als Mord behandelt, da er als Zombie zurückgekehrt ist. So kommt Pete mit einer lächerlichen Zahl Sozialstunden und einer Therapie davon. Auch Tommy kann auf seinem Blog kaum von positiven Begegnungen berichten, auch dann nicht, als er durch Amerika reist, um sein Anliegen auch Zombies außerhalb von Oakville näherzubringen. Auf die ungeklärte Lage reagieren die opponierenden Parteien unterschiedlich – die Zombies um Tak versuchen, durch mehr oder weniger künstlerische Aktionen deutlich zu machen, dass sie nicht mehr von der Bildfläche verschwinden werden; die Zombiegegner andererseits rotten sich heimlich zusammen und begehen Verbrechen, die sich auf Zombies schieben lassen.

„Kiss of Life“ enthält viele Wendungen, viele verschiedene Lebensgeschichten und mehrere, lose verbundene Handlungsstränge. Trotz allem wirkt es weder langatmig noch ziellos. Es gibt immer mehr Denkanstöße und man beginnt, sich über eine völlig irreale Situation Gedanken zu machen und sich auf eine Seite zu schlagen, die es im echten Leben gar nicht gibt. Die Geschichte um Generation Dead ist einfach so gut durchdacht und spricht so viele Faktoren an, die uns direkt betreffen – Politik, Menschenrechte, Fremdenhass – , so dass auch as Irreale noch etwas Reales an sich hat.

|Rezension| Amanda Ashby „Zombie Queen of Newbury High“

|Rezension| Amanda Ashby „Zombie Queen of Newbury High“

Verlag: Speak (März 2009)

Seiten: 208

ISBN: 0142412562

Preis: 5,99 €

Inhalt

Eigentlich wollte Rob mit Mia zum Abschlussball gehen, doch als ihm plötzlich die vollbusige Samantha schöne Augen macht, kriegt Mia es mit der Angst zu tun. Um Rob zumindest an sein Versprechen zu binden, spricht sie einen Liebeszauber aus – blöd nur, dass es gar keiner war, sondern ein Zombievirenzauber und jetzt die gesamte Schule auf dem Weg ist, sich in Zombies zu verwandeln.

Meinung

So ein Schwachsinn! (Das war die Zusammenfassung für diejenigen, die nicht die ganze Rezension lesen wollen (; Ich hab nämlich auch nicht das ganze Buch gelesen. Kostbare Zeit und so, ihr wisst schon…) Mia Everett ist dieser typische Teenager für solche Bücher – sie trägt viel schwarz, steht auf Buffy, Angel und Supernatural und weil das so mächtig uncool ist, ist sie auch eine Außenseiterin. Als der sportliche Rob Ziggermann (Ziggermann!!!!) sich für sie interessiert, ist sie natürlich meeegahappy. Genauso bricht sie in Panik aus, als sich die – natürlich strunzdoofe, blonde und vollbusige – Samantha auf ihn stürzt. Ihre einzige – und deswegen natürlich genauso schräge – Freundin mit der unvermeidlichen Hypochondrie schleppt sie daraufhin zu einer Heilerin, die ihr einen Liebestrank verkauft. G-Ä-H-N!

Natürlich funktioniert der Spruch nicht, kann ja auch nicht, denn es war – tada – ein zombius viritius Spruchigus. Das erfährt Mia von Chace der natürlich gaaaanz zufällig erst neu an ihre Schule gekommen ist und noch zufälliger für eine Art paranormales FBI arbeitet, und der aus heiterem Himmel mitbekommen hat, dass Mia gezaubert hat. Chace ist der einzige außer Mia, der nicht infiziert wurde, denn er ist – oho – immun. How convenient. Findet Mia aber auch und deswegen glaubt sie ihm nicht, bis es zu spät ist. Derweil riecht sie nämlich für den Rest der Schule nach Hühnchen und (was wohl der einzige Moment war, wo ich lachen musste) wird von ihnen mit Süßigkeiten beschenkt, weil sie als Zombiekönigin gemästet und danach als erste Mahlzeit verspeist wird. Deswegen sprengen Twinkies und Co dann auch ihren Schrank und stapeln sich auf ihrem Tisch im Klassenzimmer.

Chace und Mia kommen dann darauf, dass der Virus doch aufgehalten werden kann, nämlich durch das Buch, das die Hexe benutzt, um ihre Sprüche festzuhalten. Das klauen die zwei dann auch, aber  – wie dumm! – es ist auf Latein. Und in dem ganzen paranormalen FBI kann keine Sau Latein. Sischa! Dafür kann das aber Mias Hypochonderfreundin, die mal einen lateinischen Text übersetzt hat, weil sie sich von einer antiken Krankheit heilen wollte.

Das war dann der Moment, als ich mir dachte „Was zum Teufel?!“ und das Buch zur Seite gelegt habe…. Und für alle, die nur das Ende meiner Rezensionen lesen: Was für ein Schwachsinn!

|Rezension| Kim Paffenroth „Dying to Live“

|Rezension| Kim Paffenroth „Dying to Live“

OT: Dying to Live

Reihe: Dying to Live

Band: 1

Verlag: Festa Verlag (Mai 2010)

Seiten: 256

ISBN: 386552091X

Preis: 13,95 €

Inhalt

Jonah Caine lebt alleine in einer von Zombies bevölkerten Welt, ohne eine Erklärung für die brutalen Schrecken um sich herum zu finden. Nach Monaten ziellosen Umherirrens trifft er endlich auf eine Gruppe weiterer Überlebender, und nun scheint sich sein Dasein zum Guten zu wenden. Zusammen mit seinen Freunden baut er ein kleines Reich des Friedens auf, das jedoch ständig umkreist wird von gnadenlosen Menschenjägern. Als sie von einer weiteren Gruppe Überlebender aufgespürt werden, erlebt Jonah, dass der Untot nicht der einzige und bei weiten nicht der schlimmste Schrecken auf Erden ist, denn Menschen können böser sein als jeder wandelnde Tote …

Meinung

Lange Zeit zog Jonah Caine alleine durch die zombieverseuchte Welt, bis er durch Zufall auf eine gut organisierte Gruppe Überlebender trifft, die ihn in ihrer Mitte aufnehmen. Sie haben es geschafft, ein Museum abzuriegeln, mit Waffen zu verteidigen und sich am Leben zu halten. Schnell gewöhnt sich Jonah dort ein und schließt Freundschaften zu seinem Retter Jack und dem „Anführer“ Milton.

Zombies sind schon seit Ewigkeiten ein Thema für Filme und Bücher, nicht erst seitdem man Jane Austen und lebende Untote in einen Topf geworfen hat. „Dying to live“ ist ein Serienauftakt, der auch gut alleine stehen könnte, und bedient die Leser, die eine traditionelle Geschichte über Zombies lesen möchten. Zu dem Zeitpunkt, an dem der Leser auf Jonah Caine trifft, ist die Seuche schon längst ausgebrochen und der Mann hat sich so gut es geht mit seiner Situation arrangiert. Er zieht durch die zerstörten Städte und schlägt sich allein durchs Leben. Die Zombies um ihn herum sind typische Zombies, wie man sie aus klassischen Filmen kennt: Sie sind langsam, dumm und stöhnen. Nur das Versprechen von lebendem Fleisch setzt sie in Bewegung und sie sind durch die Zerstörung ihres Gehirns ausschaltbar.

Durch Zufall trifft Jonah auf eine Gruppe Überlebender, die sich in einem historischen Museum verbarrikadiert haben. Sie retten ihn vor einer Zombiehorde und nehmen ihn in ihre Gemeinschaft auf. Ab diesem Zeitpunkt lernt Jonah nach und nach ein paar Bewohner und deren Vorgeschichte kennen. Manche Geschichten scheinen „typisch“ für das Genre, andere sind richtig interessant, beinahe schon abgefahren, und eine sogar richtig eklig (Was aber auch die einzige Stelle war, wo ich mich tatsächlich geekelt habe. Ich bin irgendwie zu abgehärtet. Ich glaube, andere finden es vielleicht schlimmer, aber mein Freund und ich kucken eindeutig zu viele Zombiefilme.). Auch ist es interessant, wie sich die Gruppe untereinander organisiert. Man muss einen Initiationsritus mitmachen, um ein Mitspracherecht zu erlangen. Darin geht es darum, etwas für die Gruppe aus der Stadt zu holen, das nicht überlebenswichtig ist, sondern ihnen eine Freude macht. Die ganze Eingewöhnung, die Lebensgeschichten der einzelnen Protagonisten und der Ritus nehmen aber so viel Platz im Buch ein, dass ich mich gefragt habe, wo denn die andere Menschengruppe bleibt. Aber da es sich um einen Reihenanfang handelt, ist die lange Anlaufzeit schon okay, weil man so mehr Zeit hat, mit den Charakteren warm zu werden.

Als eine kleine Gruppe Überlebender – darunter natürlich auch Jonah – dann auf eine weitere Gruppe stößt, wird die Geschichte noch einmal spannend, aber auch extrem brutal. Schwache Nerven sollte man hier also wirklich nicht besitzen.

„Dying to live“ setzt aber auch allgemein mehr auf Action. Mir haben zeitweise die Momente gefehlt, in denen sich die Menschen sicher fühlen und dann überfallen werden, oder total unter Spannung stehen, weil sie nicht wissen, ob sie nun angegriffen werden oder nicht. Trotzdem fand ich „Dying to Live“ perfekt für jemanden, der mal wieder ganz traditionelle Zombies in einem Buch haben möchte. Und am Ende bleibt zwischen all dem Chaos sogar noch ein Funke Hoffnung übrig.

|Rezension| Daniel Waters „Generation Dead“

|Rezension| Daniel Waters „Generation Dead“

Reihe: Generation Dead

Band: 1

Verlag: Hyperion Book (April 2009)

Seiten: 416

ISBN: 1423109228

Preis: 7,99 €

Inhalt

Es begann mit einem Jugendlichen, doch bald folgten mehr: Sie sterben und kehren zurück. Doch nicht jeder ist erfreut über die „Lebensbehinderten“. Phoebe gehört nicht dazu. Ihre Schule wird als beispielhaft gehandelt, was den Umgang mit den wiederbelebten Jugendlichen angeht. Und so freundet sie sich mit Tommy an. Doch als aus Freundschaft mehr zu werden scheint, steht Phoebes Welt langsam Kopf. Auch, weil mit einem Zombie befreundet zu sein, nicht die ungefährlichste Sache ist, die man tun kann.

Meinung

Ehrlich gedacht habe ich erwartet, dass ich am Ende dieses Buches sagen würde: Was für ein totaler Schwachsinn. Aber vielleicht braucht es manchmal tief geschraubte Erwartungen, um dann positiv überrascht zu werden.

Die Zombies in „Generation Dead“ sind nicht die Art Zombies, die man aus Hollywoodfilmen kennt. Zum einen betrifft es nur Teenager, die sterben und danach wieder auferstehen. Zum anderen verfaulen sie weder, noch haben sie den Drang, Gehirne zu fressen. Eher sind sie eine totere Version von Vampiren – blass, trotzdem sehr menschlich aussehend, aber mit trüben Augen und ein bisschen langsam. Dabei sind nicht alle Zombies gleich – manche von ihnen bewegen sich und reden schneller als andere. So auch Tommy, der sogar beschließt, sich dem Footballteam anzuschließen – womit er unbeabsichtigt eine katastrophale Entwicklung zum Laufen bringt. Denn dass Tommy sich in seinen Sport einmischt, passt Pete gar nicht. Pete betitelt sich gern als Kopf der „Pain Crew“ und heimlicher König der High School – und wenn Pete etwas gar nicht leiden kann, dann sind es Zombies. Das liegt mitunter daran, dass die Person, von der er es am meisten wollte, die Chance zu einem zweiten Leben nicht bekommen hat- seine Freundin Julie. Irgendetwas an Phoebe erinnert Pete an Julie – und dass Phoebe sich mit den Zombies anfreundet, kostet ihn nach und nach den Verstand, denn immer öfter kann er die beiden Mädchen nicht mehr auseinanderhalten.

Die Zombiethematik steht sehr zentral im Buch, noch vor den zwischenmenschlichen Beziehungen. Nachdem wiederauferstehende Jugendliche keine Überraschung mehr sind, wird es immer schwieriger, aber auch nötiger, sie in die Gesellschaft einzuordnen. Mit ihrem Tod haben sie so ziemlich jedes Bürgerrecht verloren. Sie können verletzt und getötet werden, ohne dass sich ihr Angreifer rechtfertigen muss. Weder dürfen sie wählen noch Autofahren. Über ihre Köpfe hinweg streiten sich Befürworter und Gegner über die Art, wie sie bezeichnet werden solle: Zombies, biologisch anders, lebensbehindert, … Die Schüler an Phoebes Schule bekommen die Möglichkeit, an einem Projekt teilzuhaben, das den Status der Zombies in der Gesellschaft verbessern soll. Das Projekt schweißt zwar die wenigen Teilnehmer zusammen, so dass sich eine Vertrauensgemeinschaft aus Zombies und Menschen bildet, lässt aber mit der Zeit auch vermuten, dass nicht alle Ziele des Projekts redlicher Natur sind. So werden an den langsameren Zombies wie Phoebes ehemaliger bester Freundin Colette wissenschaftliche Experimente unternommen, die ihre Fähigkeiten verbessern sollen. Nur taucht eine Versuchsperson nicht mehr in der Gruppe auf.

Phoebe, ihre Freundin Margi und ihr bester Freund Adam gehen alle verschieden mit ihrer Situation um. Während Phoebe kein Problem hat, mit den Zombies umzugehen, zerrt das Projekt stark an Margis Nerven, die mit dem Tod und der Rückkehr ihrer Freundin Colette nicht umgehen kann. Und sobald sie denkt, etwas sicher von den Zombies zu wissen, beweisen ihr Tommy und Karen (ein Zombiemädchen, das von allen dem Amlebensein am nächsten kommt), dass sie gar nichts weiß. Adam hingegen ist hin und hergerissen zwischen seiner sich langsam entwickelnden Freundschaft zu Tommy und dessen Beziehung zu Phoebe, denn auch Adam hat Gefühle für Phoebe. Außerdem ist er der einzige, der sich traut, Witze mit den Zombies über ihre Lebenssituation zu reißen, was Phoebe so daneben findet, dass sie sich immer mehr von ihm abwendet.

In „Generation Dead“ erwartet einen weder eine Liebesbeziehung noch eine klassische Dreieckssituation. Den Klappentext – der eben das verspricht – fand ich deswegen sehr irreführend. Vielmehr bringt es einen zum Nachdenken, wie man selbst reagieren würde und kratzt auch ein wenig an Themen wie übertriebener Rücksichtnahme und Diskussionen über Völkergruppen über deren Kopf hinweg.