|Rezension| Sandra Salm „Wie Rebekka beinahe Weihnachten verschlief“

|Rezension| Sandra Salm „Wie Rebekka beinahe Weihnachten verschlief“

rebekka

Patmos * 22.9.2015 * ISBN 978-3-8436-0631-8

HC 12,99 € * Leseprobe

Klappentext

Rebekka liebt ihre große Schwester Maria über alles. Sie ist so klug und so lieb zu allen! Eines Nachts wacht Rebekka plötzlich von einem sehr hellen Schein auf – und hört gleich darauf, wie Maria sich mit einem Engel unterhält! Der erzählt ihr, dass sie ein Kind bekommen wird. Das findet Rebekka richtig aufregend!

Umso mehr ist sie enttäuscht, als Maria, hochschwanger, sich mit Josef ohne sie auf den Weg nach Betlehem macht. Sie möchte doch so gerne dabei sein, wenn das Kind auf die Welt kommt! Also folgt sie ihnen heimlich, nur begleitet von ihrem wunderbaren Hund und Freund Strubbel, der sie vor allen Gefahren beschützt. Aber wie kann er es verhindern, dass sie Weihnachten verschläft?

Meinung

Weihnachten rückt näher und damit auch die Zeit, in der man mit Kindern Weihnachtsbücher liest. In den meisten schneit es und die Menschen feiern die Geburt Jesu. Wie Rebekka beinahe Weihnachten verschlief ist ein wenig anders.

Rebekka ist nämlich die kleine Schwester von Maria und damit hautnah dran an der Geburt des kleinen Jesukindes. Da sie ihrer großen Schwester Maria nicht von der Seite weicht, ist sie zum Beispiel zugegen, als der Engel Gabriel mit Maria spricht. Marias Schwangerschaft und alles, was damit zu tun hat, sehen wir in dieser Erzählung also durch die Augen ihrer kleinen Schwester. Auch Rebekka empfindet die heilige weihnachtliche Stimmung und beschreibt sie ganz deutlich. Umso mehr leidet sie, als ihre Schwester aufbrechen muss und folgt ihr Hals über Kopf mit ihrem Hund Strubbel nach. So kommt noch Spannung in die sonst so ruhige Geschichte.

So fröhlich wie die kleine Rebekka ist, so fröhlich sind auch die Farben und Zeichnungen der Illustratorin Elli Bruder. Sie schafft es, das Strahlen des Engels und des Christuskindes genauso sanft einzuarbeiten wie die hellen Farben des Tages. Auch stecken in den Zeichnungen so viele kleine Details wie Mäuschen, die aus Mäuselöchern spitzen oder kleine Käferchen, die Rebekka auf ihrem Weg beobachten.

Und ganz besonders gut fand ich, dass es hier nicht schneit. Endlich wird das Bild des Jesukindes, das im verschneiten Stall in der Krippe friert, aufgebrochen.

Fazit

Eine andere, aber ebenso schöne und innige Erzählung der Weihnachtsgeschichte für Kinder aus den Augen eines Kindes.

 

|Rezension| Lichterglanz und Apfelduft

|Rezension| Lichterglanz und Apfelduft

lichterglanz

Klappentext

Kommen Sie mit auf eine kleine nostalgische Reise in eine Zeit, in der das Geheimnis der Weihnacht noch allgegenwärtig war im hellem Kerzenschein und dem süßen Duft nach Pfefferkuchen. Kleine Anekdoten, Geschichten und Gedichte lassen den Zauber früherer Tage wieder auferstehen. Das Aufstellbuch Lichterglanz und Apfelduft ist ein stimmungsvoller Begleiter für die Advents- und Weihnachtszeit.

Meine Bewertung

Weihnachten – es gibt wohl kein zweites Fest, das so mit Bräuchen und Traditionen durchzogen ist wie dieses, und keines, das so viel Wert auf familiäres Dasein und Heimeligkeit im Haus legt. Doch in heute modernen Zeiten, in denen elektrische Lichter am Baum brennen und Weihnachtsmusik im CD-Player gespielt wird, sind manche Bräuche gar vergessen. Wer hat denn am vierten Dezember schon einen Barbarazweig geschnitten (ich hab es ja mal wieder total verpennt.)?

Mit Lichterglanz und Apfelduft taucht man ein in eine Fülle von Weihnachtstraditionen, die heute noch in fast jedem Haushalt leben, und solche, die schon ein wenig in Vergessenheit geraten sind. Im Stil eines Tischkalenders kann man nach und nach Erinnerungen auffrischen. Auf der einen Kalenderseite erhält man ein weihnachtliches Zitat, dazu ein weihnachtliches Schwarzweißbild von Kindern oder Familien zur Weihnachtszeit oder eine alte Postkarte. Getrennt werden die Bilder durch Transparentpapier, das mit Weihnachtsmotiven wie Mistelzweigen bedruckt ist. Dahinter verbergen sich verschiedenste Texte: zu Erfindungen, die zu Weihnachten gemacht wurden wie die Entstehung des Adventskalenders oder des Adventskranzes, Weihnachtserinnerungen berühmter Personen oder Rezepte für traditionelle Plätzchen wie Spekulatius. So kann man sich adventskalendergleich durch Lichterglanz und Apfelduft blättern.

Man fühlt sich ja, wenn man so etwas liest, oft in der Stimmung, das umzusetzen, was man gerade gelesen hat. Leider fand ich viele der Rezepte und Anleitungen eher sparsam. So ganz definieren kann ich zum Beispiel nicht, was „Mittelhitze“ bei meinem Backofen genau bedeutet, und ich möchte auch nicht vor dem Ofen sitzen, bis die Plätzchen „lichtgelb“ sind. Grad- und Zeitangaben gab es doch sicher auch schon zu Omas Zeiten. Auch die Anleitung, wie man einen Barbarazweig zum Blühen bringt, ließ sehr zu wünschen übrig – ob das für die Austesteten von Erfolg gekrönt sein wird, wage ich zu bezweifeln.  Wer aber nur lesen und in der beschriebenen Stimmung schwelgen möchte oder seinen Tisch mit schönen und bedeutungsvollen Zitaten schmücken will, ist mit Lichterglanz und Apfelduft gut bedient.

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|Rezension| Diverse „Mystery Weihnachtsthriller Band 1“

|Rezension| Diverse „Mystery Weihnachtsthriller Band 1“

Cora (16. Okt 2012) – 384 Seiten – Bestellnummer 8122120001 – 5,95 € Taschenbuch

Die Geschichten

Tödliche Weihnachten: Wo ist Lisbeth? Seit der Rodelpartie wird sie vermisst. Annie findet sie, einen Schal zu eng um den Hals geschlungen, unter dem Schnee verscharrt. Schon der dritte Anschlag auf eine aus ihrer Clique! Nicht der Weihnachtsmann ist zu ihnen gekommen – sondern ein Mörder …

Tod im weißen Paradies: Ein Schrei hallt durch die Winternacht! Atemlos rennen Kelly und die anderen aus der Blockhütte, sehen das leere Boot auf dem See treiben – Brian ist in das eisige Wasser gefallen! Ein Unbekannter hat ihn hineingestoßen, behauptet seine Freundin Paula unter Tränen …

Morgen kommt der Weihnachtsmann: „Zu Weihnachten sind wir wieder zusammen!“ Ganz unheimlich wird Hope zumute, als ihr Exfreund Shane das wütend sagt. Denn in seinen Augen sieht sie ein irres Glitzern, und dann erhält sie unheimliche Geschenke und Drohbriefe. Shane macht ihr Angst. Zu Recht …?

Meine Meinung

Als ich in der pubertären Leseflaute steckte, brachten mich nur wenige Bücher zum Lesen – kurzweilig sollten sie sein, „was für Zwischendurch“.  Zu dieser Zeit fand ich zu den Cora Mystery und Mystery Thriller Heften. Diese Reihe hat schon einige Jahre auf dem Buckel, wie manche meine eher unschönen Besitztümer beweisen, die ich auf dem Flohmarkt ergatterte. [Klickt den Link an, es lohnt sich, wenn ihr heute schlechte Laune habt!]

Zehn Jahre später kehre ich zurück zu meiner jugendlichen Obsession und da ich die Nase voll hatte von Weihnachtsharmonie, griff ich zum Sammelband mit Weihnachtsthrillern. Hier bekommt man drei Mystery Thriller auf einmal. Leider waren es auch drei qualitativ sehr unterschiedliche Geschichten.

Diane Hoh ist dem geneigten Suchtling sicher schon das eine oder andere Mal über den Weg gelaufen, der diese Hefte kauft – viele ihre Bücher wurden für diese Reihe übernommen und übersetzt. Oh, und diese Übersetzung, sie war so grauenhaft – von der miesen Rechtschreibung ganz zu schweigen. Berufsbedingt bin ich da ja schon so drauf getrimmt, dass mir keiner mehr entgeht, und das hat das Lesen der Geschichte echt zur Qual gemacht. Aber auch ohne diese Tatsache war ich hier mehr als bedient. Annie, die Protagonistin des Buches, ist ein so absolut dämlicher Charakter, dass ich mir fast gewünscht hätte, dass der Killer sie endlich abmurkst. Keine gute Ausgangslage für uns beide.

Schon besser wurde es mit Band 2. Von mieser Übersetzung und Rechtschreibfehlern keine Spur mehr, die Geschichte wurde auch spannender, obwohl ich zu Beginn ja wirklich nicht einsehen konnte, dass man jemandem so leicht verzeiht, der am Tod des besten Freundes Schuld ist. Die Sache hat sich aber schnell von selbst erledigt.

Band 3 war dann ein Mystery Thriller, wie ich es gewohnt war – kein Stück umwerfender Literatur, sondern solider Thriller, bei dem man auch mal ernsthaft rätseln kann, wer denn nun hinter den Attacken steckt.

Alles in allem habe ich meine Rückkehr nicht bereut, obwohl es sicher bessere Sammelbände gibt als diesen hier.