|Von der Lehrerfront| Holly im alten Rom

|Von der Lehrerfront| Holly im alten Rom

Wo ist sie denn nur hin verschwunden? Hier herrscht Totenstille. Der Grund? Ich bin mitten im alten Rom und bereite gerade meine zweite Lehrprobe vor. Möchte jemand raten, was mein Thema ist?

Ich hoffe, dass ich mich bald wieder mehr um meinen Blog kümmern kann, aber momentan geht Schule eben noch mehr vor als bisher schon. Aber die Pfingstferien sind ja schon in greifbarer Ferne…

|Von der Lehrerfront| So ist das mit den Opern

|Von der Lehrerfront| So ist das mit den Opern

Die Schule hat mich fest im Griff, seit Februar unterrichte ich eine Klasse mehr in Geschichte und eine Deutsch-Klasse voll statt nur halb, d.h. für mich auch doppelte Arbeit. In meiner Deutschklasse darf ich auch die eine oder andere Strafarbeit verteilen. Diese sind meist abhängig von dem Vergehen – in diesem Fall handelte es sich um lautes Verhalten im Unterricht und die Aufgabe war, fünf Lärmquellen aufzuschreiben und zu erklären, wieso sie unangenehm sind.

Mal abgesehen davon, dass Schüler X „Huligens“ echt laut findet, schrieb er auch Folgendes:

„Opern: In Opern gibt es nur schrille Töne. Deswegen mögen Menschen auch keine Opern.“

|Von der Lehrerfront| Ein Zwischendrinfazit

|Von der Lehrerfront| Ein Zwischendrinfazit

Das erste Schulhalbjahr hat nun auch in Bayern ein Ende gefunden und damit auch das erste Viertel meines Referendariats. Die erste Lehrprobe ist vorbei und der nächste Schritt wird angestrebt: Eine Deutschklasse nur für mich und mich allein und statt einer nun zwei Geschichtsklassen. Lehrprobe Nummer Zwei winkt schon um die Ecke und am Ende des Jahres werde ich wohl zum Bäckerberuf wechseln können, wenn Backen mein Stressabbau bleibt. Vorausgesetzt, ich bin bis dahin nicht in einer Lawine ungewaschener Wäsche und Geschirr erstickt.

Zeit, ein Resumée zu ziehen.

Was ich in einem halben Jahr Referendariat gelernt habe:

1. Nicht der Unterrichtsstoff entscheidet über deine Unterrichtsplanung, sondern die Klasse, in der du den Stoff vermitteln sollst.

2. Es wird Tage geben, da wirst du zweifeln. Manchmal sogar sehr. Und dann wird es Tage geben, da weißt du, dass du das unbedingt willst.

3. Zehre von kleinen Erfolgen. Schreib sie auf! Lies sie dir immer wieder durch!

4. Schüler brauchen keinen Freund, sie brauchen einen Lehrer.

5. Es ist okay zu schimpfen, solange man seine Schüler mit Respekt behandelt. Sie nehmen es einem nicht übel.

6. Eine Klasse hinter sich lassen zu müssen, tut ein bisschen weh. (Adieu, meine <3-7c. Danke für alles.)

7. Man muss aufhören, sich über Kleinigkeiten zu ärgern, die Schüler tun. Das mit Edding unterstrichene Blatt stört zwar dein ästhetisches Empfinden, aber nicht deinen Unterricht.

8. Du wirst manche Sätze wiederholen. Ziemlich oft. Manchmal fühlt man sich wie ein Papagei.

9. Haushalt wird überschätzt. Solange das Geschirr noch nicht selbstständig läuft, ist alles im grünen Bereich.

10. Shoppen ist super. Je mehr Kleidung man besitzt, desto weniger fällt es ins Gewicht, wenn man nicht zum Wäschewaschen kommt.

11. Man nimmt entweder ab oder zu. Bei mir ersteres. Ich habe einfach vergessen zu essen.

12. Privat versichert zu sein, klingt nur im ersten Moment verlockend.

13. Man muss unbedingt lernen, nein zu sagen und Prioritäten zu setzen.

14. Niemand, der nicht in deiner Situation ist, kann verstehen, wie es wirklich ist. Aber es schadet nicht, es zu erklären.

15. Auf den letzten Drücker planen funktioniert nicht. Unverhofft kommt oft und plötzlich wird es eng.

16. Konferenz wird zum Unwort des Jahres.

17. Ferien sind keine Ferien, sondern unterrichtsfreie Zeit. Oder auch „Zeit zum Korrigieren“.

18. Schlaf ist heilig. Um 11 bin ich im Bett. Punkt aus.

19. Es ist nie genug Platz auf deinem Teil des Seminartisches.

20. Dicke Wut im Bauch lässt sich wegbacken.

21. Das Motto „Eventually“ gilt jetzt mehr denn je.

Die neuen Lehrbücher sind bestellt, mich erwarten zwei lebhafte Sechste und eine zehnte Klasse. Auf ins zweite Halbjahr!

|Von der Lehrerfront| Und der Countdown läuft

|Von der Lehrerfront| Und der Countdown läuft

Ja, das auf dem Bild ist meine Tasche. Die Lehrertasche. Das seltsame schwarze Loch, aus dem Lehrer Exen, Schulaufgaben. Unterricht und andere komische Sachen zaubern können. Sie ist so legendär, dass sie einen großgeschriebenen Artikel verdient – Die Lehrertasche.

Heute trug ich eher weniger stolz etwas in Der Lehrertasche nach Hause – meinen Bescheid für die erste Lehrprobe.

Ab jetzt habe ich zwei Wochen Zeit, mir DIE Megastunde auszudenken. Also ab an die Arbeit… und mein Kindle macht mit.