|Rezension| Die Tribute von Panem Hörbücher

|Rezension| Die Tribute von Panem Hörbücher


OT: The Hunger Games / Catching Fire / Mockingjay

Suzanne Collins @ SuzanneCollinsBooks.com

Oetinger Audio

~ 6 h 30 min, gekürzte Lesung je 24 95 € oder bei Audible.de

Inhalt

Als Katniss erfährt, dass ihre kleine Schwester für die Spiele von Panem ausgelost worden ist, meldet sie sich freiwillig – wohl wissend, dass sie damit ihr Todesurteil unterschreibt. Denn es darf nur einer überleben bei diesem grausamen Ritual in der fernen Zukunft Nordamerikas. Noch weiß sie nicht, dass sie Peeta, einem Jungen aus ihrem Distrikt, gegenüber stehen wird. Wird einer den anderen töten, um selbst zu überleben? Da geschieht das Wunder: Peeta scheint ihr Leben retten zu wollen. (Tödliche Spiele)

Meinung

Mit „Die Tribute von Panem“ hat Suzanne Collins eine Dystopie erschaffen, die schon viele Leser in ihren Bann gezogen hat. Nach einer Reihe von Umweltkatastrophen ist Nordamerika nicht mehr wiederzuerkennen und hat nichts mehr von dem Amerika, das wir kennen. Panem ist in 12 (ursprünglich sogar 13) Distrikte aufgeteilt, die vom Kapitol aus gesteuert werden. Jeder Distrikt hat eine eigene Aufgabe. Katniss Everdeen lebt in Distrikt 12, dem Kohleförderdistrikt. Seit dem Tod ihres Vaters in den Minen versorgt sie ihre Familie allein durch ihre Jagdfähigkeit. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Einmal im Jahr werden je ein Junge und Mädchen zwischen 12 und 18 aus den Distrikten ausgelost, um in einer Arena bei den Hungerspielen ums Überleben zu kämpfen. Dabei wird es nur einen Gewinner geben. Als das Los auf Katniss kleine Schwester Prim fällt, meldet sie sich freiwillig, an ihrer Stelle zu gehen. Katniss landet in der Arena, gemeinsam mit Peeta, dem sie schon einmal ihr Leben zu verdanken hatte.

Obwohl es anfangs so klingt, geht es in dieser Reihe nicht um rohe Gewalt in einer Arena. Vielmehr wird hier eine Geschichte geschaffen, die eine düstere Zukunftsvision mit politischen Aspekten vermischt. Katniss entwickelt sich zu einem Symbol für eine neue Rebellion der Distrikte gegen das Kapitol und wird dabei selbst wieder zu einem Spielball der Rebellen. Nachdem ich schon die Bücher gelesen hatte, die oft so mitreißend und überraschend waren, dass ich die feinen Aspekte schon fast übersehen habe, war ich beim Hören der Hörbücher fasziniert davon, wie viel der Handlung von den Medien abhängig gemacht wird. Ab dem Moment, als Katniss für ihre Schwester Prim als Tributin antritt, ist ihr zukünftiges Geschick komplett davon abhängig, wie sie sich im Fernsehen präsentiert und welche Geschichte um sie und Peeta in den Medien aufgebaut wird. Selbst in der Arena ist es ihr unmöglich, sich der Zuschauer nicht bewusst zu sein, die über ihren Sieg oder ihre Niederlage mitbestimmen können.

Die Hörbücher sind nicht unnötig gekürzt, auch wenn mir einige Lieblingsszenen gefehlt haben, die zwar nicht essentiell für die Handlung waren, die mir Katniss aber sehr ans Herz haben wachsen lassen. Gerne gehört hätte ich zum Beispiel die Szene, als Katniss einen Pfeil auf die Spielemacher schießt, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Für mich war das ihr erster wirklich rebellischer Akt. Wunderbar gemacht und in dieser Art erst einmal erlebt (nämlich bei den Mortal Instruments-Hörbüchern) waren die Musikeinlagen, die die entscheidenden Szenen abschließen oder einleiten. Oft haben sie mir erst recht eine Gänsehaut gemacht oder mir Pipi in die Augen getrieben. Überhaupt und gegen meine Erwartungen war ich auch beim zweiten „Lesen“ immernoch gleich gespannt und gerührt von der Geschichte. Gerade das ist wohl ein Beweis, dass das Buch den Fokus nicht nur auf Blut und Gewaltmomente reduziert, sondern eine starke und gut durchdachte Basis hat.

Die Sprecherin Maria Koschny hat eine sehr angenehme und junge Stimme und ich habe ihr gerne zugehört. Meine Lieblingssprecherin wird sie trotzdem nicht, da fehlt der letzte Pfiff. Gerne hätte ich ja jemanden gehabt, der auch Singen kann, da Katniss mehr als einmal ihr verborgenes Talent auspackt.

Auch nach dem zweiten Mal „lesen“ ist und bleibt The Hunger Games eine meiner Lieblingsreihen. Und ich möchte nicht wissen, ob mich nicht mancher Autofahrer für ein wenig verrückt gehalten hat, da ich bei den Hörbüchern entweder geweint habe, entsetzt gekuckt oder mit einem breiten Grinsen die Straßen entlang gedüst bin. Über die fehlenden Lieblingsszenen kann ich hinwegkucken, da die Reihe auch gekürzt schön rund war.

|Rezension| Suzanne Collins „Mockingjay“ *SPOILER*

|Rezension| Suzanne Collins „Mockingjay“ *SPOILER*

Achtung! Das hier ist eine spoilerreiche Rezension. Anders krieg ichs einfach nicht hin. Also nur lesen, wenn man a) das Buch schon kennt oder b) sich nicht überraschen lassen will (;

Reihe: Hunger Games

Band: 3

Verlag: Scholastic (August 2010)

Seiten: 448

ISBN: 1407109375

Preis: 8,85 €

Inhalt

Katniss erholt sich von ihren zweiten Hunger Games in Distrikt 13. Lange ringt sie mit sich, ob sie wirklich das Symbol für die Rebellion sein möchte – der Mockingjay. Doch als sie erfährt, dass Peeta entgegen ihrer Erwartungen noch am Leben ist, willigt sie ein, um sein Leben zu retten. Katniss reist in einem Kostüm durch die Distrikte, doch es reicht ihr bald nicht mehr, nur als Vorzeigeobjekt zu dienen. Sie möchte kämpfen.

Meinung

Es ist wirklich schwierig, etwas über „Mockingjay“ zu sagen. Es ist ganz anders als seine Vorgänger, aber nicht unbedingt schlechter.

Katniss gilt in Distrikt 13 nach ihrer Rettung als „desorientiert“ und muss sich deswegen nicht an die strengen Regeln halten, die dort herrschen. Die meiste Zeit verbringt sie allein mit sich selbst und grübelt darüber, ob Peeta nun tot ist oder nicht. Die Bürgermeisterin des Distrikts drängt sie, eine Entscheidung zu treffen und endlich ihre Rolle als Entfacherin der Rebellion anzunehmen. Als Katniss Peeta bei einem Bericht aus dem Kapitol sieht, wie er um einen Waffenstillstand bittet, erklärt sie sich bereit, der Mockingjay zu werden – im Austausch gegen Peetas Immunität nach dem Sieg. Zuerst wird versucht, Katniss als Marionette zu benutzen, die in einem von Cinna designten Kostüm auswendig gelernte Slogans hervorschmettern soll. Hier zeigt sich aber wieder Katniss Unfähgkeit, sich bewusst zu verkaufen. Haymitch beruft eine Versammlung ein und fragt die Anwesenden, wann sie Katniss am meisten mochten. Das gibt auch dem Leser die Möglichkeit, noch einmal einen Blick zurück auf die ersten beiden Bände zu werfen: wie Katniss sich für Prim freiwillig gemeldet hat, wie sie bei Rue blieb, als das Mädchen starb. Katniss selbst sieht in sich nichts Gutes, sondern nur die Ursache tausender Tode. Immer und immer wieder ruft sie sich jeden ins Gedächtnis, der ihretwegen sterben musste. Dabei wirkt es aber oft nicht besonders ehrlich trauernd, sondern eher selbstmitleidig, was auf Dauer gesehen störend war. Auch ein Sympathieproblem entsteht dadurch, dass Katniss sich nicht entscheiden kann, wen sie lieben möchte und man das Gefühl bekommt, dass sie eben den nimmt, der da ist: Zuerst Gale, dann Peeta, dann wieder Gale, … Trotz allem kämpft und leidet man mit Katniss.

Mit Peetas Entwicklung schafft es die Autorin wohl am meisten, zu schocken. Der Leser kannte Peeta immer als den sanftmütigen Jungen, der Katniss bedingungslos liebt. Durch die Berichte aus dem Kapitol erleben die Bewohner des 13. Distrikts mit, wie Peeta immer kränker wirkt und als er sie öffentlich warnt, dass ein Anschlag auf sie verübt werden soll, und damit hunderte Leben rettet, beschließen sie, ihn aus dem Kapitol zu retten. Doch anstatt glücklichem Wiedersehen erwartet Katniss ein riesiger Schock. Peeta versucht sie umzubringen, da er fest davon überzeugt ist, dass sie eine Gefahr für ihn darstellt. Auch Gale erweist sich nicht als der liebenswerte Jugendfreund, als der er anfangs auftauchte. Katniss merkt schnell, dass er für einen Sieg der Rebellen über Leichen gehen würde, solange die Leiche nicht sie wäre.

Von der Handlung hätten sich sicher viele etwas anderes versprochen. Ursprünglich hätte ich auch mehr Action von Anfang an erwartet. Aber im Nachhinein war ich sehr glücklich darüber, dass aus „Mockingjay“ kein hirnloses Actionbuch gemacht wurde. Es geht den Anführern von Distrikt 13 eigentlich gar nicht um Katniss, sondern nur darum, dass sie ein Symbol haben, damit die Rebellen zum Kämpfen aufgeordert werden. Nachdem Katniss lange für tot gehalten wurde, ist es vorerst nötiger, zu zeigen, dass der Mockingjay die Spiele überlebt hat und hinter seinen Leuten zu stehen. Dafür wäre vor allem Coin Peeta viel lieber gewesen, denn sie erkennt Katnissals das, was sie ist: nicht manipulier- und berechenbar. Dadurch, dass Katniss eigentlich nur Peeta schützen will, fügt sie sich den Anforderungen gegen ihren Willen und wird zum Werkzeug für den 13. Distrikt. Dabei ist es auch wichtig zu zeigen, dass auch die Rebellen nicht durchweg gut sind und dass auch deren Prinzipien ausgenutzt werden und über die kleinen Leute entschieden wird, genau wie das Kapitol über die Menschen in den Distrikten entschieden hat. Ginge es nur um den Kampf, wären die Parteien zu sehr in Gut und Böse geteilt. Trotzdem kommt Katniss manchmal zu glimpflich davon, und es wirkt, als hätte Suzanne Collins im letzten Moment einen Rückzieher gemacht, um nicht zu extrem zu werden. Katniss wird zwar oft verletzt, hat aber jedesmal mehr Glück als ein einzelner Mensch haben kann.

Mit dem Ende bin ich sehr zufrieden, auch wenn ab einem bestimmten Punkt klar war, was passieren würde. Obwohl ich einen Moment hatte, in dem ich dachte: Nun war alles umsonst, von Anfang an, und manchmal nicht glauben konnte, dass sie manche Tode wirklich durchgezogen hat (Oft habe ich drauf gewartet, dass die Person überraschend wieder auftaucht), fand ich letztendlich alles stimmig. Für mich hätte es den Epilog nicht gebraucht, mir war das ein wenig zu Friede Freude Eierkuchen, nichtsdestotrotz habe ich wohl die letzten 20 Seiten durchgeheult.

Die Hunger Games-Reihe zählt mittlerweile wirklich zu meinen Lieblingsreihen und daran hat „Mockingjay“ nichts geändert. Von vorne bis hinten stimmt einfach alles im Gesamtbild, auch wenn der letzte Band hie und da seine Schwächen besitzt.

|Rezension| Suzanne Collins „Catching Fire“

|Rezension| Suzanne Collins „Catching Fire“

Dt. Titel: Tödliche Liebe

Reihe: The Hunger Games

Band: 2

Verlag: Scholastic (September 2009)

Seiten: 480

ISBN: 1407109367

Preis: 8,15 €

Inhalt

Katniss und Peeta haben die Hunger Games überlebt – gemeinsam. Doch seitdem gilt Katniss als Anstifterin einer Rebellion. In verschiedenen Distrikten gibt es Aufstände und der Präsident verlangt von Katniss, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie nur aus purer Liebe und nicht aus einem rebellischen Gedanken heraus gehandelt hat. Doch Katniss ist nicht überzeugend genug – und darf nicht allein für ihren Fehler büßen.

Meinung

Eigentlich könnte Katniss froh sein. Sie hat nicht nur die Hunger Games überlebt, sondern auch Peeta mit sich nach Hause gebracht. Damit sind die beiden die ersten doppelten Sieger des grausamen Wettbewerbs. Doch der Trick, den die beiden anwenden mussten, wird in den Distrikten als Akt der Rebellion aufgefasst. Der Präsident ist darüber stinksauer und droht Katniss, dass wenn sie die Massen auf ihrer Siegertour nicht beruhigen kann, nicht nur sie selbst dafür büßen muss. Doch Katniss versagt und Preis dafür ist hoch – ihr Distrikt wird strenger geführt denn je, Gale wird ausgepeitscht und als die Tribute für die 75sten Hunger Games bekannt gegeben werden, steht Katniss Welt Kopf – denn sie kehrt zurück in die Arena.

„Catching Fire“ ist für den Leser eine Achterbahn der Gefühle. Zum einen ist da Katniss Zwiespalt der Gefühle, was Gale und Peeta betrifft. Nach der Rückkehr in den Distrikt reden Katniss und Peeta kaum miteinander. Sie hat ihm zwar erzählt, dass ihre Gefühle in der Arena nur gespielt waren, ist sich jedoch gar nicht so sicher. Die Situation wird dadurch noch schwieriger, dass Gale Katniss kurz nach ihrer Rückkehr küsst. Doch nachdem der Präsident bei ihr zu Hause auftaucht und ihr droht, bleibt ihr nur eine Lösung: Sie muss weiterhin so tun, als hätte sie aus reiner Liebe gehandelt und ihr restliches Leben mit Peeta verbringen.

Doch auf der Tour macht Katniss falsch, was sie nur falsch machen kann. Als sie in Distrikt 11 eine Rede für Rues Familie hält, zollen ihr alle anwesenden Bewohner Tribut, was damit endet, dass manche von ihnen erschossen werden. Katniss zeigt sich wieder als Vorbild für eine Rebellion gegen das Capitol. Da es ab dann kein Zurück mehr gibt – auch wenn Katniss und Peeta versuchen, die Situation noch zu retten – beschließt Katniss vorerst, die Rebellionen zu unterstützen. Doch dann geschieht das Unglaubliche, das auch dem Leser den ersten großen Schock verpasst. Anstatt wie normalerweise aus den Kindern der Distrikte die neuen Tributen zu ziehen, werden zum Jubiläum der Spiele die Spieler aus den Reihen der bisherigen Sieger gezogen. Da Distrikt 12 nur drei Sieger hat – Katniss, Peeta und Haymitch – bedeutet das, dass alle drei zurückkehren werden. Zwei in der Arena, einer als Mentor. Also landen Katniss und Peeta erneut in der Arena.

Dass bei diesen Spielen alles anders ist, merkt der Leser schnell. Nicht nur die interessante Idee der neuen Arena, die Allianzen, die Katniss und Peeta mit anderen Spielern schließen, sondern auch das Verhalten der anderen Spieler geben den Protagonisten und dem Leser Rätsel auf.

Das Ganze gipfelt in einem Ende, das den Leser zugleich sprachlos, wütend und traurig zurücklässt und das Warten auf Band 3 fast unerträglich macht.

Mit den Hunger Games ist Suzanne Collins eine Reihe gelungen, die den Leser noch Tage danach zum Nachdenken über das Buch zwingt.

Suzanne Collins „The Hunger Games“

Suzanne Collins „The Hunger Games“

Reihe: The Hunger Games

Band: 1

Verlag: Scholastic (Januar 2009)

Seiten: 464

ISBN: 1407109081

Preis: 8 €

Inhalt

Nordamerika der Zukunft: Jedes Jahr finden die Hunger Games statt, in denen sich je ein Junge und ein Mächen der 12 Distrikte in einem tödlichen Kampf gegenüberstehen. Als ihre 12jährige Schwester als Tribun ausgelost wird, meldet sich die 16jährige Katniss freiwillig für die Arena. Gemeinsam mit Peeta reist sie ins Kapitol und von dort aus in die Arena, wo ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt, den nur einer überleben kann.

Meinung

„The Hunger Games“ fesselt den Leser von der ersten Minute an. Dabei ist die Idee nicht neu. Auch, wenn die Autorin angibt, ihre Inspiration aus dem Fernsehen gezogen zu haben, wird bei manchen doch ein Aha aufklingen, wenn ich sage: Battle Royale. Auch hier geht es um ein Spiel, das nur ein Teilnehmer überleben kann.

Dieses Buch lebt nicht nur, aber auch von seinen Protagonisten. Katniss hat nach dem Tod ihres Vaters nichts anderes getan als seinen Platz eingenommen. In District 12, dem Kohleförderdistrikt, herrscht große Armut. Gemeinsam mit ihrem Freund Gale streift Katniss durch die Wälder, um zu jagen und Essen zu sammeln. Ihre Mutter hat sich nie ganz von dem Verlust ihres Ehemanns erholt und so nimmt Katniss für ihre Schwester Prim auch deren Stelle ein. Umso schockierter ist Katniss, als Prims Name aus dem Lostopf gezogen wird – hatte sie doch alles dafür getan, dass deren Chancen so niedrig wie möglich standen. In der Arena zeigt sich Katniss als ungewöhnlich überlebenswillig – waren doch die bisherigen Tribune aus Distrikt 12 bis jetzt immer unter den frühen Toten.

Ihr Mittribun Peeta dagegen ist schwer einzuschätzen. Schon als Kind hat er Katniss‘ Leben gerettet, als sie und ihre Familie kurz vor dem Verhungern waren. Als Bäckerssohn schätzt Katniss ihn als weich und verwöhnt ein, irrt sich aber gewaltig. Die ganze Zeit über fällt es ihr schwer, Peeta richtig einzuschätzen – ist er ihr Freund oder ihr Feind? Ist seine Nettigkeit nur gespielt oder mag er sie wirklich? Auch der Leser weiß lange nichts mit Peetas Verhalten anzufangen.

Die Welt, in der die Hunger Game stattfinden, ist gut durchdacht und ein kleines Highlight. Nordamerika wurde durch mehrere Naturkatastrophen zerstört und die Bewohner führten um die letzten bewohnbaren Gegenden Krieg. Es entstand das Kapitol und um das Kapitol herum 13 Distrikte, jeder mit einer eigenen Aufgabe: Kohleförderung, Juwelenabbau, Getreideanbau, etc. Nachdem Distrikt 13 rebelliert hatte und niedergeschlagen wurde, wurden die Hunger Games eingeführt, eine Rache des Kapitols. Sobald ein Kind 12 wird, wird sein Name in den Lostopf geworfen und mit jedem Jahr einmal mehr. Außerdem können die Kinder sich gegen weitere Lose Essen für ihre Familien erkaufen. Einmal im Jahr werden je ein Junge und ein Mädchen gezogen, die sich dann bei den Hunger Games beweisen müssen. Die Sieger bringen ihrem gesamten Distrikt Essen ein.

Wie die Hunger Games wirklich funktionieren, erfährt der Leser erst im Laufe des Buches. Zwar hat er anfangs eine Grundidee, doch die niederträchtigen Tricks der Spielemacher werden ihm erst nach und nach offenbart. Das sorgt immer wieder für Schockmomente. Der Leser ist dauerhaft hin und hergerissen zwischen der Faszination an den Spielen und der Abneigung gegen diese Brutalität.

Mit „The Hunger Games“ hat Suzanne Collins eine süchtig machende Reihe geschaffen und man möchte das Buch nicht aus der Hand legen, bevor man nicht die letzte Seite gelesen hat.