|On Screen| Shadowhunters Staffel 1

|On Screen| Shadowhunters Staffel 1

Als Fan der Mortal Instruments und Co war ich ja unheimlich aufgeregt, zu erfahren, dass ABC einen zweiten Versuch mit der Reihe startet und eine Serie dazu herausbringt. Nun ist die erste Staffel durch und Zeit, ein Fazit zu ziehen.

Contra:

  • Miese Special Effects: Zu viel Glitzer, zu viel Glimmer, viel zu unecht – ich hoffe, sie nutzen das höhere Budget der zweiten Staffel dazu, die Effekte besser zu gestalten. Die Portale sind dabei noch das kleinste Problem, aber was soll diese Blase, in der Jocelyn herumschwebt?

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  • Clary und Jace: Optisch sind Clary und Jace schon sehr weit von dem entfernt, was ich mir unter den beiden vorgestellt habe, aber gut. Mit der Zeit konnte ich Jace sogar etwas abgewinnen. Blöderweise habe ich den beiden ihre Beziehung nur in einer Folge wirklich abgenommen und das war die in der Parallelwelt. Hier bräuchte es mehr Unterschied zwischen Jace allein und Jace mit Clary und vor allem viel mehr Jacearroganz. Ich glaube, dass viele Beziehungen drunter litten, dass man sich nicht sicher war, ob es je eine zweite Staffel gibt, also musste alles Huschhuschhusch gehen.

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  • Valentine in Tschernobyl: Ohne Worte… einfach ohne Worte…

Pro:

  • 1×12 Malec: Diese Folge war pure Perfektion für mein Herz, Alec und Magnus waren schon in den Büchern mein absolutes Lieblingspaar. Obwohl die Beziehung vorher sicher mehr gemeinsame Zeit gebraucht hätte, die Alec und Magnus in den Büchern ja heimlich hatten, hat es mir doch das Herz gebrochen, zu sehen, wie Magnus die Hochzeit stürmt und kein Wort mehr sagen muss, damit Alec sich für ihn entscheidet. Ich war hier ganz Simon! Aber auch die Gespräche vorher und ein liebeskummergebeutelter Magnus, der schnippische Kommentare zu Jace und Clarys macht, waren ein Erlebnis.

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  • Izzy und Alec: Die beiden als Geschwister, die zwischen der Rebellion gegen ihre Eltern und dem Wunsch schwanken, das gut zu machen, was sie verbockt haben, fand ich sehr überzeugend. Es war interessant, dass sie sich nicht nur um ihr Liebesleben Gedanken machen, sondern auch um die Zukunft des Instituts und um das Glück ihrer Geschwister, egal wie wütend sie auch aufeinander sind. Die Vehemenz, mit der sie füreinander einstehen, ist immer wieder erlebbar. Ihre Eltern, vor allem ihre Mutter, treten sie mit Füßen, wenn sie nicht tun, was sie von ihnen erwartet, während sie füreinander immer wieder über eigene Grenzen gehen und alles aufgeben würden.

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  • Magnus: Zuerst war ist skeptisch, ob Harry Shum Jr. der Richtige für diese Rolle ist, aber mittlerweile bin ich großer Fan. Magnus ist zwar immer noch nicht so flippig, wie ich mir das ausgemalt hatte, aber immerhin exzentrischer als die Filmversion. Harry kann sowohl eiskalt als auch bedrohlich, ironisch und zuckersüß gleichzeitig sein. Und sein Humor ist ausnahmsweise mal on Point im Gegensatz zu Jace.

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  • Raphael: Ich war ja immer ein heimlicher Raphaelfan. Dass er nicht mehr Simons Erzeuger ist, ist schade, öffnet aber wieder ganz neue Türen für ihn und seine Beziehung zu den Schattenjägern.

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  • Sich selbst auf die Schippe nehmen können: Wie genial war bitte die Paralleluniversumfolge, wenn man von Clary absieht?

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  • Nah genug am Buch, aber nicht exakt dasselbe: Bei Serien sehe ich das anders als bei Filmen – wenn ich etwas über mehrere Staffeln ansehen will, dann kann das mich ruhig so hin und wieder überraschen. Außerdem hätten wir sonst nie so eine geniale Hochzeitscrasherfolge bekommen.
  • Soundtrack: Ruelle ist an sich schon eine spannende Neuentdeckung, aber auch der restliche Soundtrack ist einfach nur echt gut!

Fazit:

Die ersten drei Folgen dachte ich mir eigentlich permanent: Was zum Teufel ist das?! Das bekommt doch nie im Leben eine zweite Staffel. Doch dann konnte ich den Mittwoch gar nicht mehr abwarten und bekomme jetzt schon Herzrasen, wenn ich daran denke, dass es erst 2017 weiter geht. Ich bin immer noch wenig überzeugt von Jace und Clary, den Rest des Casts habe ich aber lieben gelernt.

Was sagt ihr denn nun nach dem Serienende?

 

|Fangirling| The Mortal Instruments und seine zweite Chance

|Fangirling| The Mortal Instruments und seine zweite Chance

Der Mann und ich sind uns nur selten so einig wie hier – was Cassandra Clare schreibt, wird kommentarlos gekauft und geliebt (Eigentlich sind wir uns, was meine Lieblingsbücher angeht, doch oft einig. Er profitiert einfach von meinem guten Geschmack. Zwinkerzwinker.). Ich weiß nicht, ob ich jemals erzählt habe, wie fassungslos wir im Kino saßen und uns diesen absoluten Schrott namens „City of Bones“ ansahen. Ich erinnere mich, mich schriftlich darüber ausgekotzt zu haben. Ausführlich.

Der amerikanische Sender ABC (dem ich persönlich ja eigentlich nicht so positiv gegenüber stehe, da er schreckliche amerikanisierte Versionen von genialen britischen Serien produziert) hat sich der Bücher und damit der enttäuschten Fans noch einmal angenommen und produziert nun die Serie Shadowhunters, die auf den Büchern der Autorin Cassandra Clare basiert.

Wer sich hier Buchtreue erhofft, der wird wohl enttäuscht werden – aber wo waren Serien, die auf Büchern basieren, schon lange nah am Buch. Die Figuren existieren natürlich alle, sind aber älter als die Figuren im Buch. Von der Besetzung von Clary und Jace bin ich immer noch genausowenig begeistert wie ich es im Film war, aber zumindest hat Jace den typischen arroganten Jacehumor, der mir dort so gefehlt hat. Alec und Izzy finde ich dagegen super gecastet, mit Simon kann ich mich anfreunden (niemand ersetzt für mich Robert Sheehan, sorry. Das war der einzige Grund, wieso ich nicht richtig angepinkelt aus dem Kino abgehauen bin.). Und Magnus finde ich auch okay – immer noch zu wenig Glamour, aber vielleicht kommt das noch. Und sorry, Leute, aber ich glaube, ich habe ein Auge auf Hodge geworfen… uiuiui.

 Ich freu mir einen Ast, wenn ich ehrlich bin. Ich hoffe, mich entschädigt diese Serie für mein Filmtrauma.