|Rezension|Maggie Lehrman „Das Spiel der Wünsche“

|Rezension|Maggie Lehrman „Das Spiel der Wünsche“

spielderwünsche

Arena * 25.01.2016 * OT: The Cost of all Things * ISBN 978-3-401-60120-5

HC 16,99 € * eBook 14,99 € *  Autorin

KlappentextAls Aris Freund Win stirbt, entschließt sie sich, die schmerzhafte Erinnerung an ihn zu löschen – durch einen Zauber. Doch was Ari nicht weiß: Zwischen ihrem eigenen Leben und dem ihrer Freunde und Win bestehen geheime, sogar lebensbedrohliche Verbindungen. Und mit ihrem Wunsch setzt Ari eine Kette an Ereignissen in Gang, die nicht mehr aufzuhalten ist. Denn jeder Wunsch hat seinen Preis. Liebe, Verlust, Freundschaft – das Spiel der Wünsche reißt Ari und ihre Freunde mit sich, machtvoll wie eine Flutwelle. Gelingt es ihnen, dem verhängnisvollen Kreislauf zu entkommen? [Arena]

Meinung

Was würde passieren, wenn wir uns mit dem nötigen Kleingeld wirklich jeden Wunsch erfüllen könnten? Wäre einer genug? Würden wir davor zurückschrecken, uns etwas zu wünschen, was nicht nur uns betrifft? Ein Gedankenexperiment, mit dem sich Das Spiel der Wünsche beschäftigt.

In Aris Welt existieren sogenannte Hekamistinnen, die Wünsche erfüllen – dafür muss man ihnen nur Geld geben, etwas von ihnen Verzaubertes essen und mit den Nebenwirkungen leben, die zum Ausgleich auf einen zukommen. Und im ersten Moment klingt das ja ganz prima. Das dachten sich auch die Protagonisten Ari, Markos, Kay und Win. Doch unser Leben betrifft nicht nur uns selbst, sondern auch die Menschen, die uns umgeben – selten wurde mir so bewusst, wie Kleinigkeiten, aber auch große Entscheidungen nicht nur Einfluss auf mich selbst, sondern auch auf die haben, mit denen ich zu tun habe. Und das wiederum hat auch einen Einfluss auf die Menschen, die wiederum an der Person hängen – eine ellenlange Kettenreaktion entsteht aus einer Winzigkeit. Kein Wunder also, dass Hekamistinnen eigentlich verboten sind, vor allem, weil sie ohne schlechtes Gewissen auch Zauber verkaufen, die direkt auf andere wirken und nicht auf den Käufer selbst.

Außer Win war mir in diesem Buch eigentlich niemand wirklich sympathisch – anders hätte die Geschichte aber wohl auch nicht funktioniert. Jeder hier ist auf seine Art egoistisch, wenn auch sicher nicht unbegründet. So erwartete ich vor dem Lesen des Buches, dass ich mit Ari mitfühlen könnte, weil sie ihre große Liebe verloren hat und den Schmerz nicht mehr aushält. Doch durch den Wunsch trauert sie ja gar nicht – sie ist nur sauer, dass sie nicht mehr tanzen kann, tut sich selbst unheimlich leid und ist biestig zu ihren Freunden. Man bekommt aber auch den Eindruck, dass sie vorher schon nicht der sympathischste Mensch war, den man treffen konnte. Kay hingegen ist allein schon durch ihren Zauber ein egoistisches Stück – nachdem sie sich hübsch gezaubert hat, bindet sie auch noch ihre Freundinnen und später – wider besseren Wissens – noch eine dritte Person magisch an sich. Verständlich, dass sie Verlassensängste hat und an ihrem schwach ausgeprägten Selbstbewusstsein knabbert, aber so in das Leben anderer hineinzupfuschen, ist schon echt ein Tick zu viel. Die beiden haben aber, genauso wie Markos, die junge Hekamistin Echo und Win selbst sehr gute Gründe für ihr Handeln und – bis auf letzteren natürlich- auch die Chance, zu zeigen, dass sie aus Fehlern lernen und ihren Egoismus ablegen können, was sie auch tun.

Die Geschichte tröpfelt eher vor sich hin, bis sie auf den letzten Seiten noch einmal mächtig an Tempo zunimmt, wenn alle Zauber, die getätigt wurden, plötzlich zeigen, wie sie ineinander verwoben waren und welche Katastrophe dadurch letztendlich ausgelöst wurde. Das liegt aber wohl auch daran, dass hier sehr stark Probleme gewälzt werden. Immer wieder blickt man auf kaputte Familienkonstellationen, die sich unterschiedlich auf die Protagonisten auswirken – der eine wird ein Player, die andere hält den Schmerz des Verlustes nicht aus und betäubt sich, die nächste hat so nagende Selbstzweifel, dass sie ihr wahres Ich kaum erträgt – oder auf Personen, die von Depressionen gequält werden. Wie ein Leitbild zieht sich die Frage durch das Buch: Wäre es denn besser, wenn die Jugendlichen und auch die Erwachsenen der Realität ins Auge geblickt hätten und sich durchgekämpft hätten? Ob dem so ist, muss man sich dann aber selbst beantworten, denn das Buch wird es nicht tun. Und das ist auch gut so, denn der mahnende Zeigefinger muss auch einfach mal stecken bleiben.

Fazit

Ein interessantes Gedankenexperiment mit wenig sympathischen Charakteren und einer überraschenden Wendung zum Schluss.

|Blogtour| Über das Leben nachdenken

|Blogtour| Über das Leben nachdenken

2016-04_Blogtour_Leben

Es kommt die Zeit, in der das Wünschen wieder hilft.

Wünsch dir was!

Viele unserer Bräuche drehen sich darum, dass man sich zu bestimmten Momenten etwas wünschen darf. Die Möglichkeiten sind wirklich unendlich. Hier findet ihr 10:

  1. Viel Lungenvolumen braucht man, wenn man alle Samen einer Pusteblume auf einmal vom Stängel blasen kann. Glück hat auch, wer einen einzelnen dieser Samen fängt – er darf sich auch etwas wünschen und den Samen dann wieder auf Reise schicken.
  2. Seht ihr manchmal auf die Uhr und erwischt gerade eine Schnapszahl wie 11:11 Uhr? Wünscht euch schnell etwas! Dann dürft ihr aber nicht mehr auf die Uhr sehen, denn wenn ihr seht, wie die Zahlen umspringen, dann ist der Wünsche verfallen.
  3. Auch, wenn zwei Personen gleichzeitig dasselbe sagen, dürfen beide sich etwas wünschen.
  4. Um erste Male drehen sich einige Wünsche – betritt man das erste Mal eine Kirche, darf man sich etwas wünschen. Ebenso bei der ersten Nacht in einem neuen Bett. Und wer seinen ersten ausgefallenen Milchzahn wegwirft, der hat auch einen Wunsch frei.
  5. Weiße Pferde sind das Äquivalent zur schwarzen Katze – kreuzt man den Weg eines weißen Pferdes, hat man einen Wunsch frei.
  6. Hühner besitzen sogar sogenannte „Wunschknochen“ – sie laufen als Ypsilon zusammen. Ziehen zwei Personen von beiden Seiten daran, darf derjenige sich etwas wünschen, der das größere Stück abbekommt.
  7. Wirft man Kleingeld in einen Wunschbrunnen, darf man sich auch etwas wünschen.
  8. In Irland unterwegs? Dann haltet die Augen offen nach Kobolden. Fängt man einen, muss er drei Wünsche erfüllen.
  9. Wenn ihr einen Nagel findet, hämmert ihn ein und wünscht euch etwas dabei.
  10. Wenn du den ersten Stern am Himmel siehst, wünsch dir etwas. Dann darfst du nicht mehr an den Himmel sehen, bis weitere Sterne auftauchen, sonst verfällt der Wunsch wieder.

Was wünscht man sich denn so?

Ich glaube, dass die Welt einmal in Frieden lebt
und es wahre Freundschaft gibt.
Und der Planet der Liebe wird die Erde sein
und die Sonne wird sich um uns dreh‘n.

Natürlich kann man sich materielle Dinge wünschen – das neue Handy, die coole Handtasche, die schicken Sportschuhe oder das ein oder andere Buch. Und als Kinder haben wir das sicher auch viel öfter gemacht als heute. Wenn ich daran denke, was ich mir bei den zahlreichen Pusteblumen, Wunschbrunnen und sonstigen Gelegenheiten gewünscht habe, sind das mittlerweile aber Dinge, die man mit keinem Geld der Welt kaufen könnte (oder zumindest nur mit einem dicken Lottogewinn). Dinge, die so weit außerhalb des eigenen Einflusses liegen, dass nur Glück helfen wird. Dass ein erkranktes Familienmitglied wieder gesund wird. Dass manche Menschen aufhören, so viel Hass und Angst zu verbreiten. Dass jemand Hürden überwindet, an denen er verzweifelt und bei denen ich nicht helfen kann. Hier liegt es nicht an mir, dass diese Wünsche sich erfüllen. Es liegt an den anderen, den verworrenen Umständen, vielleicht sogar an vielen verschiedenen Menschen gleichzeitig.

Ich glaube, dass sich unsere Wünsche so verschieben, weil wir den Glauben an unsere Unverwundbarkeit, an die Unsterblichkeit unserer Lieben und den guten Kern in den anderen verlieren, den wir als Kinder noch besitzen. Wir erkennen, dass es Mama nicht immer alles richten kann, dass Oma und Opa alt werden, dass es anderen schlecht geht und es nicht mit einer Umarmung wieder getan ist. Oder wir beginnen, an uns selbst zu zweifeln, unser Kopf und unsere Seele wollen vielleicht plötzlich nicht mehr so funktionieren wie bisher.

Das Spiel der Wünsche

Das Wünsche nicht nur uns beeinflussen, sondern auch andere, dass ihre Erfüllung so oft von anderen Personen abhängig ist, das lernen auch die Protagonisten in Das Spiel der Wünsche auf sehr bittere Weise. Die hingewünschte Schönheit, von der jeder weiß, sie ist nicht echt, der weggewünschte Schmerz des Verlustes einer geliebten Person, die durch Wünsche zusammengehaltene Freundschaft – sie alle haben böse Folgen für diejenigen, die es sich vorher doch so ersehnt hatten. Denn wie viel ist es wert, hübsch zu sein, wenn man dahinter derselbe unsichere einsame Mensch bleibt? Was bleibt, wenn man einen so großen Teil seiner Emotionen einfach weghext anstatt sie zu durchleben und langsam zu heilen? Und möchte man wirklich für immer mit jemandem befreundet sein, der nur anruft, weil ein Zauber ihn dazu bringt? Die Figuren in diesem Buch reißen sich gegenseitig in einen Abwärtstrudel aus Wünschen, die sie unweigerlich miteinander verbinden, auch wenn es ihnen gar nicht bewusst war – und das nur, weil sie glücklich werden wollten. Zum Schluss steht die große Frage: Wären sie am Ende nicht glücklicher gewesen, wenn sie den schweren Weg gegangen wären?

Es wird einmal zu schön,
um wahr zu sein,
habt ein letztes Mal Vertrau‘n.
Das Hier und Heute ist dann längst vorbei,
wie ein böser alter Traum.
Es wird ein großer Sieg für die Gerechtigkeit,
für Anstand und Moral.
Es wird die Wiederauferstehung vom heiligen Geist
und die vom Weihnachtsmann.

[Lyrics: Die Toten Hosen – Wünsch dir was]

 

Euch reichen meine 10 Wunschgelegenheiten nicht? Bei Skyline of Books findet ihr am 25. weitere Möglichkeiten, euch ein paar Wünsche zu sammeln.

Um dieses Buch geht es:

978-3-401-60120-5

Als Aris Freund Win stirbt, entschließt sie sich, die schmerzhafte Erinnerung an ihn zu löschen – durch einen Zauber. Doch was Ari nicht weiß: Zwischen ihrem eigenen Leben und dem ihrer Freunde und Win bestehen geheime, sogar lebensbedrohliche Verbindungen. Und mit ihrem Wunsch setzt Ari eine Kette an Ereignissen in Gang, die nicht mehr aufzuhalten ist. Denn jeder Wunsch hat seinen Preis.

|Kurzmeinung| Susanna Ernst „Immer wenn es Sterne regnet“ + Gewinnspiel

|Kurzmeinung| Susanna Ernst „Immer wenn es Sterne regnet“ + Gewinnspiel

Sternenregen

Knaur * 01.12.2015 * ISBN 978-3-426-51680-5

TB 9,99 € * eBook 9,99 € * Leseprobe Autor

Klappentext

Als Mary auf einem Trödelmarkt einen alten Sekretär erwirbt und darin ein Bündel Briefe findet, stürzt sie Hals über Kopf in eine Geschichte, die ihr Leben für immer verändert. Es sind Liebesbriefe aus den 1920er Jahren, geschrieben von einem gewissen Adam an seine heimliche Angebetete Gracey. Die sehnsüchtigen Zeilen treffen Mary mitten ins Herz, und sie beschließt, mehr über das ungleiche Paar und ihre verbotene Liebe herauszufinden. Dabei entdeckt Mary etwas, womit sie nie gerechnet hätte; und als der Himmel plötzlich aufreißt und es mit einem Mal Sterne regnet, wird der Ausflug in die Vergangenheit zu einer Reise zu sich selbst.
Meinung

Diese Männer aus früheren Zeiten, die haben schon etwas an sich – man denkt sie sich als Gentlemen, die ihre Angebeteten auf Händen tragen. Adam, dessen Liebesbriefe Mary in einem alten Sekretär findet, ist genau diese Art Mann. Er bezeichnet sein Geschriebenes selbst als „erbärmlich schwülstig“ und ein bisschen ist es auch so. Oder Adam ist einfach Hals über Kopf verliebt. Der zweite Gedanke ist natürlich wesentlich schöner und auch wesentlich richtiger.

Immer wenn es Sterne regnet präsentiert dem Leser nun keine innovative Idee, die er vorher noch nie im Leben gehört, geschweige denn gelesen hat. Alte Briefe, die jemand findet und deren Spuren er folgt, zwei Personen, die eine eher raue Vergangenheit miteinander haben und dennoch zusammen finden – das gab es alles schon. Und dennoch ist es irgendwie schön zu lesen, wie sich Mary und Jeremy näher kommen, wie beharrlich er versucht, wiedergutzumachen, was er als Kind angestellt hat, und wie sie langsam Vertrauen zu ihm fasst, weil sie beide so ähnliche Schicksale teilen. Obwohl beide irgendwie Klischee sind, sind sie doch sympathisch.

Spannend fand ich persönlich schon, was aus Adam und Grace geworden ist, und bin Mary bei ihren Nachforschungen sehr gerne gefolgt. Dabei – und auch, weil er wesentlich mehr zu Wort kommt – wächst einem Adam sehr ans Herz. Er wird einfach als so herzensguter Mensch dargestellt, der nie über seine erste und einzige große Liebe hinweggekommen ist, und sich lieber um fremde Kinder kümmert, als mit einer Frau, die er nicht annähernd so liebt wie Grace, eine Familie zu gründen.

Fazit

Eine schöne Liebesgeschichte mit leicht übernatürlichem Touch.

 

Sterne Gewinn

Ihr könnt ein Exemplar von Immer wenn es Sterne regnet gewinnen. Wie? Erzählt mir doch von eurer überraschensten Entdeckung! Teilnahme nur über 18 oder mit Erlaubnis der Eltern, keine Auszahlung, pipapo, ihr wisst schon.

Und für doppelte Gewinnchancen: Auf meiner Facebookseite gibt es ein weiteres Exemplar abzustauben.

Das Gewinnspiel läuft bis Sonntag, 12 Uhr Mittag. Viel Glück!

|Rezension| Amy Harmon „Vor uns das Leben“

|Rezension| Amy Harmon „Vor uns das Leben“

vor uns das LebenKlappentext

Ambrose, der Star der Highschool, der Held einer ganzen Stadt. Er scheint alles zu haben – und doch kämpft er mit Problemen, die der Außenwelt verborgen bleiben. Bailey, der Junge im Rollstuhl. Er ist krank, weiß, dass er sterben wird. Und er lebt jeden Tag seines Lebens, als wäre es sein letzter. Fern, die schlau ist, aber nicht hübsch, und trotzdem in allem um sich herum das Schöne erkennt. Fern, Bailey und Ambrose. Drei Jugendliche in einer Kleinstadt in den USA, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Drei Jugendliche, die dachten, sie wüssten, was das Leben für sie bereithält. Und denen das Schicksal in die Quere kommt … [© Egmont Ink]

Meine Meinung

Mit „Vor mir das Leben“ hatte ich ein pemanentes Deja Vu (oder eher Deja Lu). Das stammt vielleicht daher, dass hier so viele Themen miteinander verwurstet werden, derer sich schon andere Autoren ausführlich angenommen haben: aus dem hässlichen Mädchen wird der schöne Schwan, aus dem attraktiven Kerl ein zweifelnder Kriegsüberlebender, 9/11, Krieg, Behinderung, Gewalt in der Beziehung – von allem ist etwas mit dabei. Einerseits war es schon interessant zu sehen, wie aus den High School Schülern erwachsene Menschen werden, deren Leben immer noch miteinander verwoben sind. Doch im Laufe des Buches hat sich die Geschichte immer mehr gezogen und mich leider teilweise auch gelangweilt.

Zu Beginn erlebt und fühlt man noch mit, wie die Ereignisse vom 11. September einen großen Eindruck bei den Protagonisten hinterlassen, die sich – kurz vor Ende ihrer Schulzeit – bisher nur mit ihren persönlichen Selbstzweifeln und Zielen geplagt haben. Mit Fern konnte ich gut mitfühlen, weil ihre Frustration bezüglich ihres Aussehens wohl etwas ist, mit dem sich alle Jugendlichen schon herumgeschlagen haben. Auch Ambrose macht es sympathisch, dass er manchmal jemand ganz anderer sein möchte als der, in den die ganze Stadt Hoffnungen steckt und deren Erwartungen er immer erfüllen muss. Baileys Situation ist einem dann doch eher unbekannt, aber ebenfalls nachvollziehbar.

Doch nachdem Ambrose aus dem Irak zurückkehrt, hatte ich das Gefühl, die Geschichte tritt auf der Stelle. Bailey selbst macht für mich – so sympathisch er mir auch war – gar keine Entwicklung durch, während Fern und Ambrose immer weiter auf der Stelle treten und nicht den Mund aufbekommen, um das zu ändern – eine Eigenschaft bei Figuren, die ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Hier wiederum war mir Bailey wieder sympathisch, der von der Situation mindestens so angenervt war wie ich. Sein Schicksal hätte ich so, wie es ablief, nicht erwartet und war im ersten Moment ziemlich erschrocken darüber, was mit ihm geschah (auch wenn selbst hier tief in die Klischeekiste gegriffen wurde). Aus dem Klappentext hatte ich eine ganz andere Entwicklung herausgelesen.

An sich ist „Vor uns das Leben“ dennoch ein Roman, den man wunderbar im Herbst auf dem Sofa lesen kann und sich dabei wohlfühlt, da seine Geschichten eben etwas sehr Vertrautes haben – irgendwie weiß man, wo es hingeht, man geht aber gerne mit.