|Rezension| Bruce I. Doyle III „Pass auf, was du denkst“

|Rezension| Bruce I. Doyle III „Pass auf, was du denkst“

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Klappentext

Bruce I. Doyle III führt uns zu den Wurzeln unserer individuellen Realität: Den Überzeugungen und Gedanken, mit denen wir unser Leben erschaffen. Alle Erfahrungen, die wir machen, gute oder auch schlechte, haben wir selber veranlasst – und wenn uns das bewusst ist, können wir unsere Überzeugungen und damit unser Leben ändern. Wenn du erkennst, dass deine Gedanken und Überzeugungen deine Erfahrungen bestimmen, dann bist du auf dem besten Weg, Meisterschaft über dein Leben zu erlangen. Wie das geht? Pass auf, was du denkst!

Meine Meinung

Vom Konzept der Selffulfilling Prophecy (selbsterfüllende Prophezeiung) hat wohl schon fast jeder gehört. Wenn nicht, hier eine Erklärung in einem Satz: Wenn du davon überzeugt bist, dass etwas schief geht, geht es schief. Mehr oder weniger sagt Bruce Doyle III dasselbe in seinem Buch „Pass auf, was du denkst“. Er sagt aber vielmehr: was wir von uns und unserem Leben denken, hat Einfluss auf alles, was uns passiert.

Einerseits konnte ich ihm beim Lesen immer wieder Recht geben. Der Autor beschreibt zum Beispiel, dass man oft schon früh Grundüberzeugungen – sogenannte Wurzelgedanken – verinnerlicht und man sich immer an den Gedanken festhält, die diese Grundüberzeugung bestätigen. Diese können sowohl negativ als auch positiv sein. Auch sagt er, dass jeder Herr über seine eigenen Emotionen ist und selbst dafür verantwortlich, wie er auf das reagiert, was ihm begegnet, sei es etwas Gutes oder etwas Schlechtes. Man kann die Schuld für negative Gefühle also nicht auf andere abwälzen.

Hier kam ich aber an einen Punkt, wo mir das Konzept von Doyle zu einseitig war. Sicher bin ich verantwortlich für meine Emotionen – aber beinahe schon davon abzuraten, Verletzungen oder Ärgernisse mit dem Gegenüber zu thematisieren, finde ich kritisch. Auch bin ich nicht davon überzeugt, dass jeder eine eigene Wahrheit hat, die immer gleich bleibt und nie verändert werden kann, ganz egal wie überzeugend man argumentiert – ich habe meine Ansichten durchaus schon geändert.

Dennoch finde ich Doyles Ansatz sehr gut, die negativen Wurzelüberzeugungen auszumachen und auszumerzen, weil sie uns in unserem Leben behindern und unglücklich machen. Ich hätte mir nur praktischere Tipps gewünscht, als mir hier geliefert werden. Nach dem theoretischen Teil wurden diese Anwendungstipps zwar versprochen, aber irgendwie kam ich mir vor, als würde ich den Theorieteil einfach noch einmal lesen, nur um dann auf 5 Seiten mit einer Liste zum Ausfüllen zu stoßen, die tatsächlich einmal praktisch anwendbar auf mich wirkte.

Nichtsdestotrotz bringt einen Bruce Doyle zum Nachdenken darüber, wie sehr wir uns selbst durch unsere Gedanken anstacheln oder behindern und wenn man nicht unbedingt einen praktischen Leitfaden zur Gedankenänderung auf Knopfdruck wünscht, würde ich eine klare Leseempfehlung aussprechen.

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|Rezension| Madame Missou „Endlich Ordnung im Haushalt“

|Rezension| Madame Missou „Endlich Ordnung im Haushalt“

Ordnung

Klappentext

Sie wünschen sich mehr Ordnung und Sauberkeit Zuhause in den eigenen vier Wänden? Sie würden das Aufräumen und Putzen gerne mit mehr Spaß an der Sache gestalten? Sie suchen nach hilfreichen Anregungen, um schneller, besser und effektiver aufzuräumen? Sie wünschen sich kleine Tricks und Kniffe, mit denen Sie die Arbeit im Haushalt ein wenig angenehmer und flotter gestalten können? Dann ist dies IHR Ratgeber!

Hausarbeit ist lästig, aber leider ein notwendiges Übel, will man zu Hause nicht völlig im Chaos versinken. Dabei sind Ordnung und Unordnung keinesfalls für jeden gleich, doch ein Mindestmaß an Sauberkeit sollte es schon sein. Nur wie motiviert man sich am besten für einen Haufen ungebügelter Wäsche und Berge von dreckigem Geschirr? Madame Missou gibt Tipps für mehr Spaß bei der Hausarbeit und zeigt Ihnen, was Putzmuffel bereits bei der Wahl der Wohnung und Einrichtung beachten können, und dass richtiges Equipment unverzichtbar für einen flotten Hausputz ist. Aber lesen Sie selbst…

Meine Meinung

Aufräumen und Putzen sind nicht meine Lieblingsbeschäftigungen. Wenn ich abends mit der Arbeit fertig bin, kann ich mir nur schwer vorstellen, noch den Putzlappen zu schwingen, und werde am Wochenende dann gestraft, weil ich alles auf einmal erledigen muss.

Madame Missou ist die Königin der Ratgeber – zu allen möglichen Themen hat sie hilfreiche Tipps zu bieten. Auch zum leidigen Thema Haushalt konnte ich einen finden und habe ihn gleich durchgeackert (anstatt zu putzen). Innerhalb von 45 Minuten kann man hier Tipps sammeln, wie man am einfachsten Ordnung in der Wohnung schafft. Das fängt damit an, sich die richtige Wohnung auszusuchen (bitte keine unerreichbaren Fenster), sie dann praktisch einzurichten (Hallo Kleinteilesammler!), geht dann über den richtigen Zeitpunkt fürs Aufräumen und endet mit Strategien, wie man das Aufräumen auch noch spaßig gestalten kann oder sich zumindest am Ende dafür belohnt. Die meisten Tipps waren mir nicht neu, aber solche Ratschläge verschwinden gerne in den Tiefen meines Hinterkopfs, bis man sie wieder hervorholt.

Mein Wohnzimmer ist schon einmal sauber und kleinteileentmüllt und der Putzplan hängt – nicht ganz zur Freude meines Freundes – nun gut sichtbar am Kühlschrank. Der Spontanbesuch kann kommen – dank Madame Missous Tipps.