|Rezension| Rachel Caine „Last Breath“

|Rezension| Rachel Caine „Last Breath“

Reihe: The Morganville Vampires – Band: 11

NAL (1.Nov 2011) – 352 Seiten – 14,99 € – Hardcover

Die Geschichte:

Wer dachte, dass das Gefährlichste in Morganville die Vampire sein könnten, der hat sich eindeutig geirrt. Denn nun zieht etwas durch die Straßen der kleinen texanischen Stadt, dass sogar die Blutsauger dazu bringt, ihre Koffer zu packen und aus der Stadt zu fliehen. Und mitten im Chaos wird das Leben der Glass-House-Bewohner mehr erschüttert als je zuvor.

Meine Meinung:

Having Myrnin in her head was like being Alice down the rabbit hole. He sounded sane enough, but in the background rushed images, feelings, an utterly mad jittering landscape of too much color, too much pain, too much love, too much hunger, too much everything. This was what Myrnin was.

Oh Rachel Caine, wie kannst du mir nur so das Herz brechen? Und nochmal und nochmal und nochmal? Am Schluss von Last Breath war ich nur noch ein Häufchen Elend und wo wir bei Häufchen sind – ein Häufchen Taschentücher lag auch neben meinem Bett. Und verrückterweise liebe ich dich dafür!

Last Breath war so herzzerreißend wie gruselig. Auf der einen Seite wusste man nie, was hinter der nächsten Ecke lauert. Das Böse war so wenig greifbar wie noch nie und sogar die bösen starken Vampire sind nur so davongelaufen. Jedenfalls so lange, bis sie beschlossen, so richtig einen draufzumachen. Auf der anderen Seite waren da Shane und Myrnin, die sich nie leiden konnten, aber für die eine Sache, die sie verbindet, zusammengehalten haben. Und wo wir schon bei meinem Lieblingsthema Myrnin sind – ich wollte ihn nehmen und an mich drücken und übers Haar streicheln und ihm seine Häschenhausschuhe vorbeibringen, so sehr hat er mein Herz erweicht. Noch nie war Myrnin weicher und noch nie manischer.

Zugegeben, teilweise war Last Breath etwas chaotisch und dass Claire mal wieder den Weg der weißen Weste gewählt hat, hat mich irgendwie enttäuscht, aber das ist mir schnurzpiepegal, denn bisher hat mich noch kein Morganvilleband so an sich gefesselt wie dieser. Meine Leidenschaft für Bücher, die mich dazu bringen, Rotz und Wasser zu heulen, wurde mehr als befriedigt. Da bin ich genügsam und mit allem anderen versöhnt.

Wie schon im vorherigen Band, weicht Rachel Caine von ihrer Solo-Claire-Sicht ab. Wo in Bite Club nur Shane zu Wort kam, dürfen nun auch Eve und Amelie ihre Sicht der Dinge kundtun. Zum einen verschafft das dem Leser einen Einblick in Amelies seelisches Innenleben, wo er vorher nur Vermutungen anstellen konnte. Zum anderen hätte die Geschichte sonst auch gar nicht funktionieren können. Ich habe kein Problem mit wechselnden Sichten in Büchern und von mir aus kann Frau Caine diese Erzählweise gerne beibehalten. Ich würde mir nur einen klitzekleinen Blick in Myrnins Kopf wünschen.