L. J. Smith „Vampire Diaries 2: The Fury & Dark Reunion“ *Spoiler*

L. J. Smith „Vampire Diaries 2: The Fury & Dark Reunion“ *Spoiler*

Reihe: The Vampire Diaries

Band: 2

Verlag: Harper Teen (September 2007)

Seiten: 528

ISBN: 0061140988

Preis: 7,15 €

Inhalt

Elena ist nicht tot – aber untot. Durch ihre mehr oder weniger freiwilligen Blutaustäusche mit Stefan und Damon wurde sie zu einem Vampir, anstatt in ihrem Auto zu ertrinken. Doch diese Misere ist erst einmal vergessen, denn eine viel stärkere Bedrohung schwebt über ihrem Heimatort: Die Kraft, die sie umgebracht hat, stürzt sich jetzt auf die unschuldigen Bewohner. Jedes Tier in der Stadt scheint unter einem Bann zu stehen und Menschen werden von ihren Haustieren angegriffen. Um die Gefahr zu bekämpfen, die sogar in Elenas ehemaligem Haus lauert, nimmt die junge Vampirin wieder Kontakt zu ihren Freunden Bonnie, Meredith und Matt auf.

Nachdem die böse Macht bekämpft wurde, müssen Stefan und Damon, Bonnie, Meredith und Matt versuchen, ohne Elena weiterzuleben. Doch nicht ganz, denn Elena sucht immer wieder Kontakt zu Bonnie, um sie zu warnen: In ihrer Stadt herrscht immernoch kein Frieden. Bonnie holt Stefan und Damon aus Italien zurück, wohin sich die beiden zurückgezogen hatten. Denn in ihrem Freundeskreis sterben Mädchen, und das nicht durch menschliche Hand.

Meinung

The Vampire Diaries hätte sehr gut auch als Trilogie funktionieren können, doch im Gegensatz zu anderen Kritikern fand ich es nicht schlimm, dass Frau Smith einen vierten Band angehängt hat ( vor allem auch nicht deshalb, weil sie so besser in ihre verwandte Serie überleiten kann, die sich um Damon dreht ). „The Fury“ ist allein deswegen besser als die beiden vorherigen Bände, weil Elena endlich nicht mehr der nöhlende arrogante Teenager ist, der sie war, sondern erwachsen wird und Verantwortung übernimmt. Die Parallelen, die zu Katherine gezogen wurden, werden immer schwammiger. Die Autorin schafft es weiterhin, dass man sogar bis jetzt sehr sympathischen Charakteren zeitweise stark misstraut, wähend Charaktere, die sich anfangs als offensichtlicher Feind gezeigt hatten, plötzlich zu Allierten im Kampf gegen das Böse werden.

In „Dark Reunion“ fehlt es dann doch schon ein wenig an Logik. Zwar spielt Frau Smith hier wieder mit einem Thema, das sie sehr gut beherrscht, nämlich Albträume und Träume. Doch der Grund, wieso die neue böse Macht nach Fell’s Church kommt, ist völlig unlogisch: Sie möchte Katherine rächen, von der sie aber selbst behauptet, dass sie nur „ein Spielzeug“ war…Auch für das Ende gibt es keine Erklärung – vielleicht, weil der Autorin zu diesem zeitpunkt noch keine logische eingefallen ist.

Eine sehr hervorstechende Person wird Damon. Obwohl es dem Leser immer schwer fällt, ihm komplett zu vertrauen, merkt man doch, dass Damon nicht der kaltherzige Typ ist, als der er gerne auftritt. Vieles von dem, wofür er sich rühmt, ist in Wirklichkeit ganz anders gewesen. Trotz allem verändert er sich nie so weit, dass er unglaubwürdig wird. Sich in der „The Return“-Serie mehr mit ihm zu beschäftigen, war sicher eine gute Idee.

L. J. Smith „The Vampire Diaries 1“

L. J. Smith „The Vampire Diaries 1“

Reihe: The Vampire Diaries

Band: 1

Verlag: Harper Teen (Juni 2007)

Seiten: 512

ISBN: 006114097X

Preis: 6,75 €

Inhalt

Als mit Schulanfang der gutaussehende Stefan Salvatore an Elenas Schule kommt, weiß die Königin der Schule nur eines: Den und keinen anderen will sie haben. Blöd nur, dass Stefan anfangs gar kein Interesse an ihr zu haben scheint. Elena tut alles, um ihren Angebeteten zu bekommen. Doch erst, als sie fast vergewaltigt wird und Stefan sie rettet, zeigt er wirklich, dass auch er Interesse an Elena hat. Doch Elena sieht aus wie seine alte Liebe Katherine. Und seit Stefan in Elenas Stadt lebt, werden plötzlich Leute angegriffen und fast blutleer aufgefunden.

Meinung

„The Vampire Diaries“ ist spätestens seit der gleichnamigen Fernsehserie bekannt, die im Frühjahr 2010 auf Pro 7 anlaufen wird, in den USA aber schon ihre erste Staffel hinter sich gebracht hat. Doch geschrieben wurde die Reihe schon in den 1990ern von L. J. Smith.

Die Kritik, dass Twilight und The Vampire Diaries starke Parallelen aufweist, ist wohl nicht ganz unbegründet. An mehreren Stellen fühlte ich mich – auf den ersten Blick! – stark an Edward und Bellas Geschicht erinnert. Doch auf den zweiten Blick hat The Vampire Diaries seinen ganz eigenen Charme, der über unvermeidliche Probleme hinausgeht, die ein Vampir und ein menschliches Mädchen eben haben, wenn sie sich aufeinander einlassen wollen.

Dabei ist Elena anfangs ein sehr nervtötender Charakter ( und wohl nicht grundlos nicht so in die Serie übernommen worden ). Zwar steckt hinter dem Mädchen eine sehr tragische Geschichte, denn ihre Eltern sind gestorben und sie lebt mit ihrer kleinen Schwester bei ihrer Tante. Doch anfangs ist sie für den Leser dann doch nur eines: Eine verwöhnte Göre, die nur allzugut weiß, dass sie gut aussieht und beliebt in der Schule ist und deswegen der Meinung ist, alle Menschen, bis auf ihre zwei besten Freundinnen, herumschubsen zu können, wie es ihr gerade passt. Als Stefan Salvatore, der gutaussehende Italiener, an ihre Schule wechselt, interessiert sie nur, wieso er sie keines Blickes würdigt und wie sie diese Situation zu ihren Gunsten ändern kann. Dafür lässt sie dann auch ihren Freund Matt fallen, benutzt ihn aber nur zu gern dazu, Infos über Stefan herauszubekommen. Mehr als einmal bekommt sie die Meinung gesagt und merkt wohl erst in diesen Momenten, was für ein grauenvoller Mensch sie zu sein scheint. Ihr Verhalten ändert sich im Laufe der Zeit drastisch, was der Geschichte aber nur zuträglich ist.

Stefan ist der typische Vampir: Umwerfend schön, blass und schweigsam. Elena will er eigentlich nur deswegen nicht, weil sie aussieht wie seine geliebte Katharine, die ihn und seinen Bruder Damon zu Vampiren gemacht hat. Außerdem traut er sich nicht in ihre Nähe, da er das Gefühl hat, nicht Herr seiner Sinne zu sein. Mehr als einmal überkommt ihn das Gefühl, jemanden beißen zu müssen und er kommt erst dann wieder zu Besinnung, wenn der Schaden oft schon passiert ist. Dabei ernährt sich Stefan normal nur von Tieren.

Sein Bruder damon hingegen hat gar keine Probleme damit, Menschenblut zu trinken, ist dementsprechend stärker und eine viel größere Bedrohung für Elena. Vor allem, weil zum einen ihre Ähnlichkeit zu der Frau so groß ist, um die er und sein Bruder sich schon einmal gestritten haben, zum anderen, weil sie ihn irgendwie fasziniert.

Die Geschichte schafft es, den Leser zu fesseln. Sie ist schnell und leicht zu lesen und ist gerade so durchschaubar, wie es noch gut für die Handlung ist. Die Bände einzeln sind dabei so aufgebaut, dass sie nahtlos ineinander übergehen, was bedeutet, dass dem Leser unnötige Wiederholungen erspart bleiben.

L. J. Smith „Night World 03“

L. J. Smith „Night World 03“

Reihe: Night World

Band: 3

Verlag: Simon Pulse (April 2009)

Seiten: 752

ISBN: 1416974520

Preis: 7,20 €

Inhalt

„Huntress“ handelt von Jez, einer ehemals menschenverachtenden Vampirin, die plötzlich feststellen muss, dass ihre Mutter ein Mensch war. Aus Scham über ihr Verhalten zieht sie zu ihrer menschlichen Verwandtschaft, trinkt kein Blut mehr und kehrt ihrer alten Gang den Rücken. Doch dann bittet ihr bester Freund Hugh sie darum, in die Gang zurückzukehren, um deren Informationen über die erste Wild Power auszuspionieren. Jez tut, um was Hugh sie bittet – und sieht sich plötzlich im Zwiespalt. Denn der neue Gangführer ist ihr alter Jugendfreund Morgead, der vor hat, die Wild Power auszuliefern. Doch Morgead ist ebenso Jez Seelengefährte.

In „Black Dawn“ gerät Maggie auf der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder in die Fänge von Menschenhändlern und wird zusammen mit zwei anderen Mädchen und einer blinden Hexe in ein verstecktes dunkles Königreich verschleppt. Doch ihnen gelingt es zu fliehen. Auf der Flucht trifft Maggie auf Delos – Prinz des Königreichs und die zweite Wild Power. Delos und Maggie sind Seelengefährten und um beide ranken sich Legenden im dunklen Königreich.

Keller soll in „Witchlight“ die dritte Wildpower beschützen. Die junge Gestaltwandlerin und ihre Mitarbeiter sammeln Iliana in einem Kaufhaus auf und nehmen dabei noch Galen mit. Wie sich herausstellt, sollen Galen als Sohn des ersten Hauses der Gestaltwandler und Iliana als Hexe heiraten, um beide Rassen miteinander zu verbinden. Doch Iliana weigert sich zu glauben, dass sie eine Wild Power ist und Galen und Keller finden heraus, dass sie Seelengefährten sind.

Meinung

Night World 3 beinhaltet die Bände 7 bis 9 der Night World Serie von L. J. Smith. Nach und nach verlieren die Geschichten ihre Harmlosigkeit, denn das Ende der Welt steht schon vor der Tür. Und selbst innerhalb des Sammelbandes spitzt sich die Lage extrem zu. Während die Vampire schon ihre neue Herrschaft vorbereiten, die sich längst als garantiert ansehen, ist Circle Daybreak auf der Suche nach den 4 Wild Powers, die in einer Prophezeiung angekündigt wurden:

One from the land of kings long forgotten;

One from the hearth which still holds the spark;

One from the Day World where two eyes are watching;

One from the twilight to be one with the dark.

Diese vier Personen besitzen die Fähigkeit, blaues Feuer auszusenden, das mächtiger ist als alle je gekannten Kräfte. Wenn sie zusammenhalten und gegen das Böse kämpfen, hat die Welt noch einmal eine Chance. Doch die Zeit rennt ihnen davon. Die Wild Powers zu finden ist nicht leicht, denn kaum eine von ihnen weiß überhaupt von ihren verborgenen Kräften, denn um sie zu benutzen, muss vorher erst Blut fließen. Nur Delos wurde von Kindheit an bewusst als Wild Power aufgezogen, mit dem Ziel, ihn als Waffe einzusetzen. Selbst dem Leser ist bis kurz vor Ende oft nicht klar, wer die wirkliche Wild Power ist. Die Tatsache, dass die Protagonisten Seelengefährten sind, spielt dabei nur noch eine zweitrangige Rolle.

In Night World 3 gibt es viel mehr Tote, viel mehr Kämpfe und viel mehr Blut als in den vorherigen Bänden.