|Blogtour| Fernweh zum Glück in Neuseeland

|Blogtour| Fernweh zum Glück in Neuseeland

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Liebe Mitreisende, packt eure Koffer wieder. Ihr habt schon Bangkok besucht, Ko Phi Phi, seid von Thailand weiter nach Kambodscha, wo ihr Angkor und Phnom Penh gesehen habt, wart in Saigon und Singapur. Danach ging es an die Strände Australiens und Noosa und habt Koalas und Känguruhs besucht. Gestern seid ihr nun in Neuseeland gelandet. Hier bleiben wir noch ein wenig. Und damit ihr auch wisst, was ihr hier so alles erleben könnt, lassen wir doch mal eine Reiseleitung zu Wort kommen:

Herzlich Willkommen in Neuseeland – dem Traumland für jeden Work and Traveler, vor allem aber jedes Reisenden!

Könnt ihr euch vorstellen, dass ihr auf unserer kleinen Insel (immerhin sind wir nicht größer als Großbritannien) richtige Gletscher finden könnt, die fast bis zum Meeresspiegel abfallen? Ihr könnt sogar an deren Ende wandern – Fußwege führen euch direkt dorthin.

Der Franz Josef Gletscher ist um die 10 Kilometer lang. Er wurde nach dem österreichischen Kaiser Franz Josef I. benannt. Eigentlich hieß er vorher nach Albert, dem Ehemann der britischen Königin Victoria, aber das war nie offiziell festgemacht. Pro Tag wandert er einen halben Meter weit!

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Wenn ihr dann genug gefrorenes Wasser gesehen habt, könnt ihr nach Wellington fahren. Immerhin muss man die Hauptstadt unserer Insel einmal gesehen haben, wenn man schon da ist! Aber haltet lieber euren Hut fest – wir heißen nicht umsonst auch „Windy City“. Hier gibt es so viel zu sehen, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Hier also ein paar Tipps:

  1. Besteige den Mount Victoria (oder lasse dich von einem Bus hochfahren) und genieße die Aussicht auf die Stadt.
  2. Iss dich kugelrund! Wir haben pro Kopf mehr Restaurants und Bars als New York!
  3. Besuche Te Papa, unser weithin berühmtes interaktives Museum. Doch auch unsere anderen Museen sind echte Highlights.
  4. Für die Leser unter euch: folgt dem Wellington Writers Walk entlang der Uferpromenade und lest Zitate berühmter neuseeländischer Schriftsteller.
  5. Fahre mit unserer historischen, restaurierten Standseilbahn.
  6. Besuche Zealandia und sehe echte Kiwis – die Vögel, nicht die Menschen!
  7. Mache eine Tour durch Wellywood, wie man uns auch scherzhaft nennt – nicht nur Herr der Ringe-Fans kommen hier auf ihre Kosten.

Doch auch unsere Protagonistin Lena hat sicher ein paar Geheimtipps für euch – schließlich hat sie mit Victoria einen ganz tollen Mädelstag hier verbracht. Der ideale Ort also, um eine aufkeimende Freundschaft zu vertiefen:

  1. Spaziert ruhig in einen Designerladen und tut einfach so, als könntet ihr euch den teuren Kram wirklich leisten. (Okay, der Tipp kommt nicht wirklich von Lena, sondern von Victoria, macht aber trotzdem Spaß.)
  2. Unterhalte dich in den Pubs ruhig mit anderen Menschen – lerne Einheimische kennen oder andere Touristen. Bei einem Glas Wein plaudert es sich gut und jeder hat doch die eine oder andere interessante Geschichte zu erzählen. Und wer weiß, manchmal kann auch die ganze Zukunft in einem neuseeländischen Pub auf dich warten. Nicht wahr, Victoria?
  3. Nehmt euch ruhig Zeit am Gletscher. So etwas Beeindruckendes habt ihr sicher schon lange nicht mehr gesehen und werdet es auch so schnell nicht mehr aus der Nähe sehen.

Morgen geht es dann weiter mit Neuseeland – den Rest der Tour könnt ihr hier nachlesen:

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Meine Rezension zu Fernweh im Glück findet ihr hier. Etwas zu gewinnen gibt es auch. Genaueres findet ihr hier.

|Rezension| Kerstin Böhm „Fernweh zum Glück“

|Rezension| Kerstin Böhm „Fernweh zum Glück“

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 26.06.2016  *  ISBN 978-1-5349-1581-7

TB 9,99 €  * eBook 0,99 € * Leseprobe * Autorin

Klappentext

Eine verlorene Liebe im Rücken, den Koffer in der Hand – Welt ich komme! Bislang hat die 26-jährige Lena nur von fernen Ländern geträumt, doch weiter als nach Südtirol ist sie nie gekommen. Als sich ihr Mann von ihr trennt, bucht sie spontan eine Weltreise. Bloß weg! Bei ihrem ersten Stopp in Thailand begegnet sie Roman, der sie prompt an ihren Ex erinnert. Und dann nimmt er auch noch dieselbe Route … Was sie jedoch nicht weiß: Auch der so lässig wirkende Roman versucht, sein altes Leben hinter sich zu lassen.

Meinung

Nach dem Abitur wollte ich unbedingt zum Work&Travel nach Neuseeland. Daraus ist aber nichts geworden und seitdem sehe ich immer ganz neidisch, wie andere durch die Welt reisen. Das Gefühl, die Koffer packen zu wollen, um „mal raus zu kommen“, kenne sicher alle. Die Protagonistin Lena aus Fernweh zum Glück träumt nicht nur davon, sie tut es einfach.

Gemeinsam mit Lena und ihren Reisebegleitern reist man also durch Thailand, Kambodscha, Vietnam, Singapur, Australien, Neuseeland, Peru und Bolivien. Und wenn ich sage, man reist, dann meine ich das auch genauso. Hier werden die Länder nicht nur aufgezählt, sondern mit viel Liebe zum Detail beschrieben, wie es dort riecht, aussieht, sich das Klima anfühlt und welche tollen Plätze man besuchen kann. Auch lernt man eine Menge über Bräuche. Das liegt sicher daran, dass die Autorin all die Orte, an denen ihr Roman spielt, auch selbst besucht hat und ihre Liebe zu den Ländern zu Papier bringen konnte.

Man kann richtig beobachten, wie aus den völlig Fremden, die zufällig als Reisegruppe zusammengewürfelt wurden, Freunde werden – manche Freundschaften brauchen länger, manche entwickeln sich schnell. Lena und Ben gemeinsam fand ich zum Beispiel ein ganz tolles Duo. Die Autorin schafft es aber sogar, dass einem die anfangs unsympathischsten Figuren noch irgendwie ans Herz wachsen, auch wenn die dafür erstmal mächtig auf die Nase fallen mussten. Sicher kommt man nicht darum, Klischees auszuschlachten: der gescheiterte Geschäftsmann, das verwöhnte Schickimickimädchen, das leicht seltsam anmutende länger verheiratete Paar. Da es aber auch darum geht, wie man sich auf so einer Reise entwickeln kann, war das auch okay, denn sie alle lernen sich neu kennen und sind zum Schluss ganz andere Menschen. Vor allem dass Lena entdeckt hat, dass sie auch gut ohne Mann klar kommt und dass Roman kein gefühlter Lückenbüßer für ihren Exmann ist, fand ich super. Sie schafft es immer wieder, Roman von seinem hohen Ross zu werfen und zu zeigen, dass sie nicht das kleine Mäuschen ist, für das sie sich selbst lange gehalten hat.

Wer also jetzt im Sommer zuhause bleiben muss, der kann hier beruhigt mit Lena, Roman und dem Rest auf Reisen gehen, sich exotische Länder ansehen und dabei mitfiebern, ob sich die beiden nun finden oder nicht.

Fazit

Ein Buch passend zum Sommer, voller fremder Länder, sympathischer Charaktere und Herzklopfen.