|Aktion| Buchmesseblues-Challenge

|Aktion| Buchmesseblues-Challenge

messebluesDie Frankfurter Buchmesse ist vorbei und auch wenn ich mich von meinem Halle 3.0-Trauma von Samstag noch erholen muss, bin ich doch wehmütig ob der vielen vielen Menschen, die ich nur zu solchen Gelegenheiten sehen kann, was eindeutig viel zu selten ist.

Da hatten Stehlblüten und BookWalk doch eine ganz wunderbare Idee: eine Lesechallenge, an der möglichst viele tolle Buchmenschen teilnehmen.

Die Aufgaben

  • Lies ein Buch, das sich schon mehr als ein Jahr auf dem SuB befindet.
  • Beende eine angefangene Reihe.
  • Lies einen Einzelband.
  • Lies ein Buch, dessen Genre du sonst nicht so oft liest.
  • Lies ein Buch mit über 500 Seiten.
  • Lies ein Buch, das du dir nicht selbst gekauft hast.
  • Lies ein Buch, das du aufgrund einer Rezension/eines Bookstagram-Posts gekauft hast.
  • Lies ein Buch, dessen Titel nur aus einem Wort besteht.
  • Lies ein Buch von einem Autor, den du noch nicht kennst.
  • Lies ein Buch von einem Autor, von dem du am meisten Bücher im Regal hast.
  • Liest ein Buch mit einem gelben oder orangen Cover.
  • Lies ein fremdsprachiges Buch.

Diesen Beitrag werde ich zu passenden Gelegenheiten updaten und wieder nach oben kramen.

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|On Tour| Leipziger Buchmesse 2016

|On Tour| Leipziger Buchmesse 2016

lbm16

Anreise

Da ich diesmal eine tolle Übernachtungsmöglichkeit hatte, konnte ich dieses Jahr schon Freitag Nachmittag nach Leipzig fahren und hatte die Möglichkeit, abends gleich am BloggdeinBuch-Essen teilzunehmen. Das fand im Asia Garden statt und es fand sich eine kleine, aber feine Runde ein, deren Teilnehmer mir die restliche Buchmesse noch öfter über den Weg laufen sollten. Bei meiner ersten Buchmesse war das Thema Blogger noch gar nicht vorhanden und letztes Jahr war ich ehrlich gesagt viel zu schüchtern, um irgendjemanden anzusprechen, da fand ich es prima, eine Gelegenheit zu haben, im kleinen Kreis mal ins Gespräch zu kommen. So war es gleichzeitig schön, bekannte Gesichter mal wieder live zu sehen, aber auch, neue Menschen kennenzulernen.

Messesamstag

Schon früh machte ich mich auf den Weg zum Messegelände und war ganz froh, dass mir dadurch der Messestau erspart geblieben ist, den ich von letztem Jahr noch so deutlich in Erinnerung hatte. Nachdem ich mich durch die Massen an Cosplayern gekämpft hatte, die ebenso wie ich um Punkt 10 in die Halle wollten, hatte ich so genug Zeit, ein wenig durch die Gegend zu schlendern und einen Blick auf die Stände in Halle 1 zu werfen, der mir das restliche Wochenende dann verwehrt blieb – Halle 1 wurde für mich irgendwann der Inbegriff des Messehorrors.

Zuerst nutzte ich die Gelegenheit und habe Melanies aka. Flügelchens Stand besucht, die mir bisher drei wunderschöne Header gestaltet hat. Also habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und sie angesprochen und eine kleine Weile mit ihr an ihrem Stand verbracht.

Danach machte ich mich auf den Weg zum Carlsen Bloggertreffen, wo ich einerseits auf die wunderbare Patrizia von Maaraavillosa stieß und andererseits wieder auf die BdB-Essenstruppe. Mal abgesehen von der süßen Goodiebag war das Treffen für mich auch deswegen ein Highlight, weil es so gut organisiert war und die eingeladene Autorin Helen Maslin (von Darkmere Summer) so süß und begeistert davon war, da zu sein, dass man sie einfach sympathisch finden musste. Außerdem hatte ich das unverschämte Glück und sogar noch ein Überraschungspaket bekommen, das noch mit der Post ankommen wird. Jippie!

Zusammen mit Natascha von Bookdibluempf, Mitfränkin und meine letztjährige Messebegleitung, hatte ich dann einen Termin bei Magellan, um einen Blick ins neue Programm werfen zu dürfen. Viel verraten dürfen wir nicht, aber so viel: viele beliebte Kinderreihen werden fortgesetzt, von Frau Zipse ist auch wieder etwas dabei und der Rest des Jugendbuchprogramms ist wieder gewohnt gut! Das Programm hat uns übrigens Cara von Readingrat’s gezeigt, was ich aber erst am nächsten Tag bei den blogger:sessions kapiert habe, als wir uns länger unterhalten konnten. (Das war übrigens ein Phänomen, das sich so durch die Messe gezogen hat. Der Satz „Ach, das bist du?!“ fiel des Öfteren.)

In der Bloggerlounge haben wir dann meine älteste Bloggerkollegin und Studienfreundin Ramona von EL Tragalibros aufgegabelt und sind dann etwas über die Messe gestreift (eigentlich wollten wir ja zum Heyne-Fantasytreffen, mussten aber feststellen, dass wir zu dritt irgendwie mehr Party waren als das, was da gerade abging….). So landeten wir dann irgendwann beim Lovelybookstreffen.

Ich fand es gut, dass die Goodiebags schon zu Beginn ausgeteilt wurden, scheinbar hat man aus dem Chaos der letzten Treffen gelernt. So war es ein sehr entspanntes und ruhiges Treffen, bei dem die Autorinnen Kate Morton und Kirsty Logan Fragen beantwortet haben und es am Ende noch ein Lovelybooks-Quiz gab. Da meine Ausgabe von The Gracekeepers leider nicht mehr rechtzeitig angekommen war, ließen wir Kuchen und Signierstunde aus und streiften noch etwas durch die Hallen, wobei wir wieder in Halle 1 landeten auf der Suche nach dem Pummeleinhornstand und Ramonas alten Kollegen. Ich entschuldige mich bei jedem, den ich auf seine Schleppe oder Mantel getreten bin, aber es war einfach so verflucht eng dort!

Zum Schluss, nach einem letzten Abstecher in die Bloggerlounge, landeten wir noch bei der Podiumsdiskussion zu „Be social, link local“, die Autoren dazu animieren möchte, ihre lokalen Buchhändler auf ihren Autorenseiten zu verlinken.

Zum Abschluss gab es für Ramona und mich noch eine leckere Pizza und eine riesige Portion Nudeln in meiner Unterkunft, weil wir halb verhungert aus dem Messetag kamen.

Messesonntag

Am Sonntag, nach einem ganz wunderbaren Termin bei Ullstein, bei dem uns Ramona von Kielfeder die Vorschau gezeigt hat (es erwarten euch unter anderem eine aufrüttelnde Geschichte über zwei Schwestern, etwas für die Feministinnen unter uns, neue lustige Prüfungsantworten von Schülern und Lustiges für die Eltern und Erzieher. Außerdem eine spannende Geschichte über einen Jungen, der behauptet, dass er wisse, dass er schon einmal gelebt hätte und seine Eltern gar nicht seine Eltern wären.), war für mich dann nur noch die blogger:sessions angesagt. Was heißt hier nur – war ich in den Tagen zuvor schon dazu gezwungen, aus meiner Komfortzone auszubrechen und Menschen anzusprechen, fiel es mir hier ganz leicht und es war tatsächlich unheimlich toll, Menschen zu treffen, die ich nur online kannte, immer wieder das Gefühl zu haben: Ach, DU bist das! und auch mal erkannt zu werden. Halb im Social Media, halb in den Vortragsräumen habe ich dann auch mal mehr, mal weniger faszinierende Vorträge gehört, angefangen mit Karlas motivierender Keynote. Zur Diskussion möchte ich persönlich gerade mal nichts beitragen, weil ich mein Diskussionspotential gerade auf ganz anderen Ebenen brauche. Es war wirklich echt spannend, live dabei zu sein, dagegen sind die Twitterbeiträge und eher provisorischen Aufzeichnungen gar nichts!

Tatsächlich bin ich bisher noch nie so motiviert und glücklich nach Hause gefahren wie von der diesjährigen Buchmesse. Ich war froh über jede Begegnung mit anderen Buchleuten, glücklich, alte Gesichter wieder- und neue Gesichter gesehen zu haben und habe vielleicht auch ein wenig mitgenommen, dass ich mich nicht mehr so klein machen möchte. Ich blogge nicht umsonst seit 8 Jahren, um mich dann unsichtbar zu machen. Alle, die hier nicht namentlich erwähnt wurden – ich habe mich echt SO gefreut, euch zu treffen, und ihr seid ganz sicher nicht vergessen!

|Einfach mal erzählt| Buchmesse, Leipzig und ich

|Einfach mal erzählt| Buchmesse, Leipzig und ich

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Das letzte (und erste Mal) auf der Leipziger Buchmesse war ich, da habe ich noch studiert. Jahre habe ich gebraucht, um mich von vollgestopften Gängen, der falschen Tasche, die meine Schulter langsam aber sicher ruinierte, und der im Laufe des Tages anschleichenden Blasenentzündung zu erholen. Ja, meine erste Buchmesse war gruselig. Irgendwie. Aber auch schön.

Nachdem ich letztes Jahr ganz viele Einladungen von Verlagen ausgeschlagen habe und mich im Nachhinein tiiiierisch geärgert hatte, bin ich dieses Jahr dreist – ich schwänze Seminar. Zuerst hatte ich meine Akkreditierung beantragt und dachte mir: Wenn die durchgeht, dann fahre ich. Und tada – da flatterte der Presseausweis ins Haus. Aber ich besitze ja dieses Gegending zum inneren Schweinehund: den inneren Pflichtgefühlhund. Ich muss doch aufs Seminar! Dann konnte man sich bei Magellan für ein Meet & Greet mit Rachel McIntyre bewerben. Also bewarb ich mich und dachte: Wenn die mich nehmen, dann MUSS ich ja. Und wieder tada – ich hatte tatsächlich gewonnen. Ihr seht, ich kann nicht anders.

Außer dem Meet & Greet habe ich aber nicht viel eingeplant und fahre völlig ohne Begleitung – einfach mal ein wenig frei bummeln, sich mit anderen Bloggern treffen (einige, die ich erst in der kurzen Zeit vor der Buchmesse nun kennengelernt habe), einfach mal gucken ohne Zwang und Terminplan – dieses Mal möchte ich das mal so ausprobieren. Und die Visitenkarten sind kurz vor knapp auch noch ins Haus geflattert. Wer von euch ist denn noch da?