Alice Sebold „The Lovely Bones“

Alice Sebold „The Lovely Bones“

Verlag: McMillan (Februar 2003)

Seiten: 336

ISBN: 0330413163

Preis: 7,05 €

Inhalt

Susie Salmon ist tot,vergewaltigt und ermordet von einem Nachbarn. Vom Himmel aus beobachtet sie jetzt, wie ihre Familie und Freunde mit ihrem Verlust fertig werden – oder auch nicht. Während Susies Vater verzweifelt versucht, ihren Mörder zu finden, will ihre Mutter am liebsten gar nicht von ihr sprechen. Ihre Schwester ist hin und her gerissen zwischen Vermissen und dem Wunsch, dass nicht immer jeder in ihr die tote Schwester sieht. Susies gerade begonnene High School-Liebe und Ruth – die Susie beim Verlassen der Erde aus Versehen berührt hat – suchen Trost in dem jeweils anderen. Und während auf der Erde alle älter werden, bleibt Susie in ihrem Himmel nicht anderes übrig, als durch ihre Familie weiterzuleben.

Meinung

Obwohl „The Lovely Bones“ nur knapp über 300 Seiten hat, habe ich lange gebraucht, um es fertig zu lesen. Immer wieder musste ich das Buch zur Seite legen und darüber nachdenken, was ich gelesen hatte. Hinter der poetischen Sprache steckt viel Realität, manchmal mehr, als man in einem Rutsch verkraften kann. Nichts wird großartig umschrieben, sondern direkt beim Namen genannt: Wie Susies Leiche verschwindet, wie der Nachbarhund ihren Ellenbogen findet. Was in Mr. Harveys Kopf vorgeht. „The Lovely Bones“ ist kein Buch, in dem sich die Familie gegenseitig in ihrem Verlust stützt und zusammenfindet, es gibt kein Happy End, das man als solches bezeichnen könnte. Vielmehr zeigt es, wie der gewaltsame Tod eines Familienmitglieds eine Familie zerreissen kann, innerlich und äußerlich.

„The Lovely Bones“ wurde kürzlich verfilmt und erscheint im Februar unter dem Titel „In meinem Himmel“ in deutschen Kinos.