|Rezension| Doro Ottermann „Mach mal was!“

|Rezension| Doro Ottermann „Mach mal was!“

mach mal was

Mosaik * 31.8.2015 * ISBN 978-3-442-39275-9

Softcover 10 € * Leseprobe

Klappentext

Mindestens 715 Anregungen für kleine und große Erlebnisse, Entdeckungen und Begegnungen an gewöhnlichen und ungewöhnlichen Orten. Spazieren, malen, reisen, fotografieren, fühlen, sammeln, spielen, ausprobieren – Doro Ottermann schickt uns auf Auszeit vom Alltag. Das perfekte Mitmach-, Selbstmach- und Glücklichmachbuch! Also los: Mach mal was!

Meinung

Mitmachbücher schossen ja in der Zeit aus dem Boden, als ich gerade mein Studium beendete. Damals drückte ich mich ein wenig davor – ich wollte kein Buch kaputt machen und in Bücher zu schrieben, da wird mir immer ganz anders. So standen sie, wenn gekauft, immer unbenutzt im Regal und sahen zumindest schön aus.

Nicht, dass „Mach mal was!“ nicht auch schön wäre –es ist sogar besonders schön! In Schwarzweiß und dem Grün des Einbands gehalten ist es schlicht und unaufdringlich und trotzdem nicht zu schnöde gestaltet. Die Seiten selbst sind eine Mischung aus Zeichnungen, Fotos, und Fotos, die mit Zeichnungen aufgewertet wurden. Der broschierte Umschlag hilft dabei, das Buch mit sich herumtragen zu können, ohne dass es nach seiner Zeit in Handtasche und Co schmuddelig und zerknickt aussieht.

Aber es ist nicht nur schön, sondern viel wichtiger für mich: Die Aufgaben, die hier drin stehen, sind nicht alle so abgefahren, dass man sich lieber vor Scham im Boden verkriechen möchte als sie wirklich durchzuführen. Da gibt es ganz kleine Aufgaben, die man nur für sich erledigen kann – ganz ohne Zuschauer und Schamalarm. Es gibt mittelschwere Aufgaben, bei denen man sich überwinden muss und Aufgaben, da muss man echt seinen Mut zusammennehmen und sich überwinden. Aber immerhin – wenn man mal klein angefangen hat, traut man sich sicher auch weiter.

Die Aufgaben sind in Bereiche aufgeteilt, nämlich Erleben, Spielen, Jagen und Sammeln, Fühlen, Rausgehen. Für jeden ist also etwas dabei – man kann kochen, malen, basteln, was unternehmen, schreiben, beobachten, eben eine kunterbunte Mischung an Aufgaben.

Fazit

Ich kann es kaum erwarten, meine Notizen und Kreuzchen in dieses Buch zu machen!

 

|Aktion| #wirbloggenbücher

|Aktion| #wirbloggenbücher

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Die Booktuber haben es vorgemacht – bei #wirsindbooktube gewährten uns über 40 Booktuber einen Einblick in ihr Hobby. Jetzt ziehen die Buchblogger nach.

Vor mehr als 8 Jahren – ich bloggte damals noch über private Dinge bei mblog.de – stieß ich auf einen dortigen Buchblog, an den ich mich gar nicht mehr erinnere. Schande über mich. Aber die Idee gefiel mir. Bisher hatte ich mich nur auf Plattformen wie dem Büchertreff herumgetrieben und dort meinen Senf zu Büchern abgegeben. Aber auf Dauer war das so unbefriedigend, in der Masse unterzugehen. Da kam ein Blog doch gerade richtig.

Die Anfänge

Ich begann eher stümperhaft – zusammen mit El Tragalibros – bei myblog über Bücher zu bloggen, bis ich etwas Neues wagen wollte und zu WordPress wechselte. Dezember 2008 – Umblaettern war geboren. Die Community war damals noch gefühlt klein, irgendwie kannte man jeden, bloggen war noch ganz simpel. Gedanken über Reichweite, SEO und den ganzen Kram machte ich mir damals keine. Ich habe einfach gebloggt, meine eigene Stimme gesucht, gemacht, was mir Spaß machte, ohne mir groß Gedanken zu machen. Vom Gedanken an Rezensionsexemplare für den Blog und Presseakkreditierungen für Buchmessen war ich noch weit entfernt.

Und heute?

Für mich ist Buchbloggen das noch heute – das zu machen, was mir Spaß macht. Mich nicht an komische Angaben zu halten, wie eine Rezension aussehen sollte, sondern einfach von der Leber weg zu fritzschreiben, ob einem ein Buch gefallen hat oder nicht und wieso dem so ist. SEO-Experten würden die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Aber was solls. Über Rezensionsexemplare freue ich mich immer noch wie Bolle und über Akkreditierungen für Leipzig auch. Aber dann macht mir meine Schüchternheit auch einen Strich durch die Rechnung – Verlagsleute ansprechen? Huch, bloß nicht, die sind sicher genervt von den ganzen Bloggern, die sie den ganzen Tag bequatschen, da muss ich kleines Licht nicht auch noch ankommen. Andere Blogger kennenlernen – hm, gerne, aber dazu müsste man ja mal den Mund aufbekommen. Vor allem, wenn es die mit den vielen Lesern sind. Denn ja, das gibt es auch – schüchterne Lehrer.

Blogroutine? Fehlanzeige

Und da sind wir schon beim Problem. Früher, als ich angefangen hab, da war ich Studentin mit verhältnismäßig viel Zeit. Jetzt bin ich froh, wenn ich am Wochenende mal zum Lesen komme. Rezensionen werden oft in Massenanfertigung in Ferien angehäuft und dann nach und nach veröffentlicht. Ich würde ja gerne – aber der innere Schweinehund will nach so manchem Schultag einfach nur noch auf der Couch liegen und nichts sehen oder hören außer meiner Lieblingsserie. Vielleicht wäre das ein guter Vorsatz – sich mehr an gemeinsamen Aktionen zu beteiligen – so wie dieser hier. Ohne was ich heute nicht mehr bloggen könnte? Twitter, Facebook, Instagram – diese Möglichkeiten, kleine Lebenszeiten von sich zu geben, wenn man keine Zeit für lange Reden hat.

Was hat sich für mich als Bloggerin geändert?

Tatsächlich hat sich mein Leben mit dem Blog doch geändert. Zum einen wusste ich vorher nicht einmal, was ein SUB ist,ich geschweige denn hätte ich einen gehabt, der größer als 3 Bücher wäre. Die momentane Nummer meiner SUB-Bücher weiß ich gar nicht, will ich auch gar nicht wissen. Ich würde wohl aus den Socken kippen. Und trotz Rezensionsexemplaren und Tausch gebe ich Unmengen an Geld für Bücher aus, so dass ich mir schon Strategien überlegen musste, wie ich meinen Kaufdrang zügeln konnte. Seltsamerweise kauft mir seitdem auch kaum jemand noch Bücher zum Geburtstag.

Was haben andere zum Thema zu sagen? EIne Liste der teilnehmenden Blogs findet ihr zum Beispiel bei Maaraavillosa.