|31 Tage – 31 Bücher| Tag 25: Ein ewig ungelesenes Buch

|31 Tage – 31 Bücher| Tag 25: Ein ewig ungelesenes Buch

Viele Bücher auf meinem SUB reizen mich irgendwann einfach nicht mehr. Die meisten davon sortiere ich aus. Manche auch nicht, so wie das hier:

Mihály ist Feuilletonist,Theaterkritiker, Dichter, neurasthenisch – ein Flaneur wie Baudelaire ihn geträumt haben mag. Ein Mann von 47 Jahren, betrachtet er die Welt und sich selbst kontemplativ und abgeklärt, eingehüllt in den dekadenten Hauch des untergehenden Kaiserreichs, die verlorene Monarchie. Er versteht viel von Verführung, doch sein Verhältnis zu Frauen ist wie das zwischen einem Chinesen und seinem Fächer. Während Mihály die gutsituierte, verheiratete 5Fleur, wie er sie nennt – eine namenlose grande dame, anziehend und bedeutungslos zugleich -, halbherzig begehrt und ‚besitzt‘, erduldet er die Liebe der unschuldigen jungen Schauspielschülerin Iboly.- „Irgendetwas fehlt. Irgendetwas kriege ich von ihr nicht. So als hielte ich eine Muschel ans Ohr und sie wollte nicht rauschen – In meinem ganzen Leben habe ich von Frauen nur den Nachmittag bekommen, und wie oft hat sich auch der noch zerschlagen.“

|31 Tage – 31 Bücher| Tag 24: Das Buch mit meiner literarischen Lieblingsfigur

|31 Tage – 31 Bücher| Tag 24: Das Buch mit meiner literarischen Lieblingsfigur

Achtung, es wird öde. Wir sind wieder angekommen bei „The Forbidden Game“.

Julian ist meine literarische Lieblingsfigur eigentlich deswegen, weil er eine andere Figur symbolisiert: Hades. Hades verliebt sich in Persephone, die aber nie freiwillig zu ihm in die Unterwelt gehen würde. Also lockt Hades sie mit einem Trick zu sich ins Dunkle, um sie zu seiner Frau zu machen. Genau wie Hades Persephone, lockt Julian Jenny zu sich in sein Schattenreich.

Schon als Kind war ich fasziniert vom Raub der Persephone. Deswegen:

Schade ist nur, dass Hades als Teufel dargestellt wird, was völlig daneben ist. Aber das habe ich dann schnell herausgefunden.

|31 Tage – 31 Bücher| Tag 23: Mieses Cover, toller Inhalt

|31 Tage – 31 Bücher| Tag 23: Mieses Cover, toller Inhalt

Das Problem an Originalausgaben vor 2000 ist, dass sie meistens so hässlich sind, dass man sie gerne weit weit hinten im Regal verstecken würde, obwooohl man ja eigentlich stolz darauf ist, sie zu haben. (Mit Ausnahme von The Forbidden Game, da ist die Neuauflage wesentlich hässlicher, oder zumindest nichtssagender…). Ein Beispiel hierfür ist in meinem Regal:

Erinnert an Computerthriller, als man Computerspiele noch für ein Werk des Teufels gehalten hat, das einen in seine Welt saugen kann, damit man für ewig zwischen Pixeln gefangen ist, auf Pixelbetten schläft und Pixelessen isst…

Das ist aber nicht meine Ausgabe, sondern das:

Macht es nicht besser, oder? Von Remember Me gibt es mehr hässliche Cover, als man zählen oder zeigen könnte…

Heutzutage sieht es dann so aus:

Wesentlich besser, erschien aber leider genau dann, als ich alle 3 Bücher als Originalausgabe gekauft hatte…

|31 Tage – 31 Bücher| Tag 22: Tolles Cover, mieser Inhalt

|31 Tage – 31 Bücher| Tag 22: Tolles Cover, mieser Inhalt

Das trifft wohl auf „Sylvie und die verlorenen Stimmen“ zu. Optisch ist das Buch toll, innen und außen. Aber der Text – öde bis zum Umfallen. Und mit Babysprache kann ich ja sowieso nichts anfangen.

Sylvie wäre gerne ein ganz normaler Teenager. Aber das ist nicht einfach, wenn man einen Vater hat, der Instrumente wie das Aquakkordeon erfindet, um die Musik des Meeres zu spielen. Und dann ist er eines Tages spurlos verschwunden.

|31 Tage – 31 Bücher| Tag 21: An welchem Buch hänge ich besonders?

|31 Tage – 31 Bücher| Tag 21: An welchem Buch hänge ich besonders?

Ich hab mir überlegt, welche Bücher ich weggeben würde. Das sind exakt die, die ich total beknackt finde. Ich kann mich von keinen Büchern trennen, die ich mochte. Von keinem einzigen. Ich möchte, wenn es mich mal überkommt, das Buch nehmen können und darin blättern und mich ein wenig daran erinnern, wie es war, es das erste mal zu lesen. manchmal möchte ich ein Buch aus dem Regal nehmen und noch einmal lesen, weil ich es nicht mehr so genau kenne, wie ich gerne würde. An manchen Büchern hänge ich mehr als an anderen, das sind dann die, von denen ich am meisten rede. Vor allem die aus meiner Kindheit oder frühen Teenagerzeit, die ich gelesen habe und als ich fertig war, nochmal gelesen habe, weil sie so toll waren.

|31 Tage – 31 Bücher| Das am negativ überraschenste Buch

|31 Tage – 31 Bücher| Das am negativ überraschenste Buch

Das ist wohl gleichbedeutend mit meinem absoluten Hass-Buch. Ich hatte zwar nichts großartiges erwartet, aber dass ich so einen Mist lesen müsste, konnte ich wirklich nicht wissen….

In einer Höhle bei Brighton wird die Leiche der elfjährigen Gloria gefunden. Ihr nackter Körper ist in ein Ziegenfell gewickelt. Unter einer blutigen Mischung aus Milch und Honig schimmern Brandblasen auf ihrer Haut. Vergorene Granatapfelkerne füllen ihren Mund, aus ihren smaragdgrünen Augen spricht das Grauen. Zwei Jahre später klingelt bei der Schriftstellerin Julia Aridell das Telefon: Et in arcadia ego sagt eine Stimme und legt sofort wieder auf. Das rätselhafte Zitat erinnert Julia an den mysteriösen Mordfall und setzt Ereignisse in Gang, die bald nicht mehr aufzuhalten sind. Die Beschäftigung mit dem Fall wird für Julia zur gefährlichen Obsession, die ihr Leben und Denken für immer grundlegend ändern wird. Schließlich trifft sie auf den sechzehnjährigen Daniel, Glorias Bruder. Mit seiner Schönheit, seinem Enthusiasmus und seinem Talent als Musiker und Schauspieler begeistert er sein Umfeld. Auch Julia, die seine Mutter sein könnte, fühlt sich magisch zu Daniel hingezogen.