|Rezension| Katrin Zipse „Antonia rettet die Welt – Papageienparty“

|Rezension| Katrin Zipse „Antonia rettet die Welt – Papageienparty“

antonia

Magellan * 25.07.2016  *  ISBN 978-3-7348-5016-5

HC 14,95 €  * Autorin  * Leseprobe

Klappentext

Antonia kann es nicht fassen: Ihre Mutter will sie für ein halbes Jahr (also praktisch ewig) nach Ungarn verschleppen! Das geht gar nicht! Toni kann unmöglich ihre beste Freundin Paulina mit ihren Monsterzwillingsbrüdern alleinlassen. Außerdem muss sie auf Mr Bond aufpassen, den Hund ihres Nachbarn. Gerade erst hat sie in letzter Sekunde verhindert, dass er entführt wird. Was, wenn da dieselben Leute dahinterstecken, die dreizehn Papageien aus dem Zoo gestohlen haben? Wer soll die Tiere denn retten, wenn Toni nach Ungarn fährt? Damit ist die Sache klar: Um ihre Mutter zur Vernunft zu bringen, muss Toni der Tiermafia das Handwerk legen. Leider gerät sie dabei an ein paar ganz schön undurchsichtige Typen …

Meinung

Antonia rettet die Welt ist der erste und gleichzeitig sehr gelungene Versuch der Autorin Katrin Zipse, ein Kinderbuch zu schreiben.

Ihre Protagonistin Antonia ist eine liebenswerte Heldin auf der Schwelle zur Pubertät. 13 ist ja ein ganz schwieriges Alter, um darüber zu schreiben, denn gefühlt ist jeder und jede Dreizehnjährige irgendwie verschieden weit in der Entwicklung. Dieser Unterschied wird aber durch die Freundschaft zwischen Pauline und Antonia gut aufgefangen. Denn während Antonia fast noch etwas kindlich wirkt und ihre Aufmerksamkeit lieber der Tierrettung widmet, geht es bei Pauline um Jungs und die erste Liebe, die nur über Schwärmereien hinausgeht. Das sorgt bei beiden auch für Zündstoff, weil sie von der jeweils anderen nicht begreifen können, wie sie ihre Prioritäten setzen.

Gerade Antonias unbedarfte Art macht den Plot auch erst möglich – für sie ist gar nichts unmöglich. Alleine mit den Geschwistern zuhause bleiben, wenn die Eltern in Ungarn sind, sich um zwei kleine Rabauken im Kindergartenalter kümmern, auf eigene Faust einer Tierhändlerbande das Handwerk legen, für sie ist das alles gar kein Problem. Erst sehr spät bekommt sie Angst vor ihrer eigenen Courage, als es schon keinen Weg mehr zurück gibt.

Wie Antonia selbst kann man nur ahnen, was wirklich mit den Papageien los ist, wie ihr Nachbar Jonas in der Sache drinsteckt und wie man dem Ganzen auf die Schliche kommen kann. Sicher ist man als erwachsener Leser da auch immer einen Schritt voraus, für die Zielgruppe ist es aber die ideale Mischung aus gut gesetzten Hinweisen und vollkommenem Rätsel.

Fazit

Ein spannendes Buch mit einer liebenswerten, wenn auch naiven und chaotischen Protagonistin, einem immer wieder überraschenden Plot und der richtigen Portion Humor.

diversity inside

Advertisements
|Blogtour| FanFictions

|Blogtour| FanFictions

liebesgeschichte

Diese Blogtour steht unter dem Motto „ComicCon Confessions“ und richtet sich damit vor allem an die Hardcorefans unter uns.

Mein Dasein als Fangirl begann in der achten Klasse mit Akte X. Heimlich – meine Eltern fanden die Serie für mein gerade vierzehnjähriges Ich nämlich nicht geeignet – auf Minimallautstärke fieberte ich mit Mulder und Scully und diskutierte am nächsten Schultag heiß mit meiner damaligen besten Freundin darüber. Zwar benutzten wir noch keine Wörter wie OTP oder Ähnliches, aber wir waren immerhin ausgewachsene X-Philes.

mulderscully

Erste Schritte ins Fanfictionschreiben machte ich in einer langweiligen Unterrichtsstunde, in der meine Freundin und ich ein Gedicht begannen, das mit den kreativen Worten

Der Mulder und die Scully,

die machten Halligalli.

begann und das stolze Ausmaß von über 30 Seiten auf Word erreichte, bis wir über die Tatsache unüberbrückbare Differenzen entwickelten, ob Mulder und Scully Nachwuchs zeugen sollten oder nicht. Es war, wie man sich denken konnte, keine literarische Meisterleistung, dafür aber unheimlich witzig.

Wie sieht eigentlich so eine richtige Fanfiction aus?

Fanfictions (oder kurz Fanfic bzw. FF) greifen die Geschichten von Büchern, Filmen, Serien und Co auf, setzen sie fort, ändern sie oder benutzen auch nur die Welt und/oder ihre Protagonisten, um etwas ganz Neues daraus zu erschaffen.

Daraus können tolle Geschichten entstehen, die einen entsprechend hohen Fankreis haben – in einzelnen Fällen waren sie schon Sprungbrett für Autoren (Cassandra Clare wurde zum Beispiel mit ihren FF über Draco Malfoy berühmt, an die sicher auch Clary und Jace angelehnt sind) oder wurden mit geänderten Namen zum Bestsellern (50 Shades of Grey lässt grüßen). Fanfictions in ihrem ursprünglichsten Verständnis existieren schon seit der Artussaga, im engeren Sinn seit den Weiterführungen von Sherlock Holmes und fanden ihren ersten Höhepunkt mit der Star Trek-Fangemeinde, die sogenannte Slash-Fictions beliebt machten – also Fanfics, die sich mit den sexuellen Beziehungen der Figuren auseinandersetzten.

slashfan.gif

Auf Webseiten wie Fanfiktion.de (mit sage und schreibe 360094 Fics zum jetzigen Zeitpunkt) und in noch größerem Ausmaß auf fanfiction.net und wattpad.com findet man Geschichten zu allen Themen, die das Herz begehrt. Keine Kombination ist zu abwegig, um sie nicht in irgendeiner Fanfiction zu finden, wenn natürlich die ursprünglichen Pärchen der Vorbildwerke am beliebtesten sind, dicht gefolgt von nicht erfüllten Dreiecksbeziehungsausgängen und dem Erzfeind-wird-Lover-Ding, das sich immer größer werdender Beliebtheit erfreut. Ich vertreibe mir mit Fanfictions gerne die Zeit zwischen zwei Serienstaffeln.

Nicht jede Fanfiction ist ein Meisterwerk, doch in diesem unüberschaubaren Angebot findet man immer wieder richtige Schätze von Autoren, von denen man sich wünschen würde, sie würden Bücher für Verlage schreiben, die man dann liebevoll ins Regal stellen kann. Unter diesen Autoren würde ich mich zwar nicht wiederfinden, denn meine Fanfictions zu Akte X – obwohl ich sie damals durchaus todernst gemeint hatte – haben eichhornchendoch im Nachhinein etwas Komödiantisches. Besonders stolz war ich zum Beispiel auf meinen Killereichhörnchenfall, der gekonnt natürlich auch aus der Sicht der entsprechenden Nagetiere geschrieben war. Ein Hoch darauf, dass ich damals nicht auf die Idee gekommen bin, das hochzuladen…

Mit Fanfictions beschäftigt sich in „Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums“ übrigens auch Roxys kleine Schwester Samira, die auf der Comic-Con damit auch auf viele Gleichgesinnte stößt.

„Von Roxanas elfjähriger Schwester ist nichts zu sehen, als ich mit den tellern ins Esszimmer gehe. Wahrscheinlich sitzt sie schon wieder über ihrer Fan-Fiction. Ich kann natürlich nachvollziehen, dass Mrs. Afsari genervt ist, wenn Samira sich ständig vor ihren Haushaltspflichten drückt, aber andererseits habe ich auch volles Verständnis für Samiras Drang zu schreiben. Schließlich weiß ich genau, wie es ist, wenn einen unerwartet die Muse küsst, egal, ob sie nun in Gestalt eines Superhelden oder eines Boygroupmitglieds daherkommt.“ (S.130)

Außerdem ist sich Graham sicher, dass sein Lieblingscomicautor Zinc in einem Fanforum zu seiner Reihe weiter an seiner Geschichte arbeitet und es unter dem Label „FanFiction“ laufen lässt. Ob er damit Recht hat? Lest es am besten selbst nach!

liebesImmer an seiner Seite und doch so unerreichbar wie ein ferner Planet – das ist seine beste Freundin Roxy für Graham. Seit Monaten sucht er einen Weg, ihr seine grenzenlose, epische, unsterbliche Liebe zu gestehen. Bei ihrem gemeinsamen Wochenende auf der New Yorker Comic-Convention will er seine Chance endlich nutzen. Leider kommen ihm immer wieder ein gut aussehender Engländer, seine Schüchternheit und die geheimen Liebesgesetze des Universums in die Quere …

Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas – sammelt einfach die Buchstaben aus unseren Blogtourbeiträgen zusammen und gewinnt eines von zwei Buchexemplaren. Mein Buchstabe ist also der dritte im Bunde.

Meine Frage lautet:

Wovon handelte meine schlechteste Fanfiction? Killer-_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

|Leserunde| Die Stadt der besonderen Kinder

|Leserunde| Die Stadt der besonderen Kinder

bucherparty

Fliegende Kinder, Kinder, in denen Bienen leben, Kinder, die stärker sind als jeder ausgewachsene Mann, eine Frau, die sich in einen Vogel verwandeln kann, Menschen, die in Zeitschleifen leben: das alles bietet Die Insel der besonderen Kinder. Egal, ob ihr den Film gesehen oder das Buch gelesen habt – ihr wollt doch sicher wissen, wie es weitergeht.

Deswegen wollen Dani und ich mit euch eine Leserunde starten: ab dem 2. Dezember wollen wir gemeinsam mit euch  Die Stadt der besonderen Kinder lesen und uns darüber austauschen. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr darauf, eure Meinung zu hören.

978-3-426-65358-6-jpg-30763357

 Mit Müh und Not konnten Jakob und die besonderen Kinder aus der Zeitschleife, der Insel Cairnholm, vor ihren Feinden fliehen. Nun sind sie im England der 1940er Jahre gestrandet, immer noch verfolgt und ohne Beistand von Miss Peregrine, die sich nicht mehr in ihre Menschengestalt verwandeln kann. Um Miss Peregrine zu retten, brauchen die Kinder eine andere Magierin. Gerüchteweise lebt eine in London, und so machen sie sich auf den gefährlichen Weg in die zerbombte Stadt. Dort angekommen, finden sie schließlich Miss Wren und glauben schon, gerettet zu sein. Doch ausgerechnet hier, in ihrer vermeintlichen Zuflucht, erwartet sie der größte Verrat.

|Blogtour| #ichliebemeinenjob als Lehrerin

|Blogtour| #ichliebemeinenjob als Lehrerin

jobblogtour

Oft finde ich es schwer zu erklären, warum ich die Schulart gewechselt habe, ohne das Gefühl zu haben, anderen Lehrern gewaltig auf die Zehen zu treten. Darum vorneweg: mein Wechsel zur Reformpädagogik war ein sehr persönlich motivierter, mindestens genauso persönlich motiviert wie überhaupt die Entscheidung, Lehrerin zu werden.

Meine Schulzeit war so großen Stücken für mich die Hölle. Mit dem Wechsel aufs Gymnasium ging es erstmal abwärts, Prüfungsangst und Mobbing waren für mich über lange Strecken an der Tagesordnung. Doch in dieser ganzen Zeit gab es immer diese besonderen Lehrer, sogar viele davon, die eine helfende Hand und ein ermutigendes Wort für mich übrig hatten, auch, wenn ich vieles davon erst im Rückblick erkenne – die Ermunterung zu Nachmittagskursen mit anderen Schülern außerhalb meiner Klasse, die pädagogische Note in der letzten Schulaufgabe, für die ich Stunden gelernt hatte, das aufmunternde Lächeln auf dem Gang, das Lob für gute Arbeit.

Be the person you needed when you were younger.

Danach wollte ich unterrichten. Mit idealistischen Vorstellungen bin ich ins Studium – ich hatte die Personen, die im richtigen Moment das richtige getan hatten, und wollte das auch. Ich dachte, ich hätte den richtigen Platz gefunden, mich weit über das Maß mit Schulpädagogik beschäftigt, war in dem Bereich sogar HiWi. Und dann kam das Referendariat….

Ich kenne niemanden, der je gesagt hätte, das Referendariat wäre die schönste Zeit seines Lebens gewesen. Ich habe vorher und auch später nie wieder so wenig geschlafen, so ineffektiv Unterricht vorbereitet, mich so oft zum Affen gemacht, so unmögliche Erwartungen an mich gestellt, so viel unnützes Geld für Material ausgegeben, mich noch nie so wenig respektiert und ernst genommen gefühlt (und das nicht von den Schülern!) wie in diesen zwei Jahren. Ich bin nie wieder so gegen Wände gelaufen in meinem Bemühen um meine Schüler, ich hatte nie wieder so das Gefühl, meine einzige Aufgabe wäre es, Noten aus Kinder herauszuquetschen, Wissen wie Wasser in Siebe zu kippen, mehr auf Lehrpläne und Notenschlüsse konzentriert zu sein als auf die Personen, die da vor mir saßen.

Das war nicht, was ich wollte! Ich war totunglücklich mit dem System.

Während sich in der darauffolgenden Jobsuche meine Kollegen herrlich über Waldorfvorurteile amüsierten, sah ich plötzlich einen Lichtstreif am Horizont. Ich habe eine offene Stelle gefunden, zwei Monate an meinem freien Tag hospitiert und schließlich dort angefangen. Ich habe eine eigene Klasse übernommen, nebenbei meine Waldorfausbildung nachgemacht. Das ist jetzt mehr als drei Jahre her.

Every student can learn. Just not on the same day or in the same way. [George Evans]

Nein, ich vergebe tatsächlich keine Noten. Meine Kinder können auch nicht sitzen bleiben. Sie lernen trotzdem. Wir können alle unseren Namen tanzen. Und noch eine ganze Menge mehr. Wir haben einen eigenen Acker angelegt und einen eigenen Kompost auf dem Schulgelände gemauert – mit unseren eigenen Händen. Wir spielen zweimal im Jahr Theater. Wir können alle mindestens ein Instrument spielen. Wir sind nicht dumm, wir sind keine Sonderschule. Ich arbeite mehr, als ich es im Referendariat getan habe. Und bin glücklich damit – zumindest die meiste Zeit. Wenn ich abends müde ins Bett falle, dann, weil ich das mit Herzblut machen kann, was ich von Anfang an wollte: meine Kinder individuell sehen, ihnen Zeit geben, sie nicht in Leistungsraster pressen. Für mich war diese Entscheidung die richtige.

Gestern berichtete Jessica von Testen mit Spaß übrigens von ihrem Job im Bereich Inkasso und morgen ist Manuela von Nikui Text und Rat an der Reihe.

|Behind the Screens| Ferienedition

|Behind the Screens| Ferienedition

behindthescreens

Nach der Buchmesse musste ich mich erst einmal erholen – nicht nur, dass ich mir wie viele andere auch einen Messevirus eingefangen habe, die letzte Schulwoche war auch mächtig stressig und zwischendrin musste ich meine Batterien aufladen. Ich liebe es, euch alle zu treffen, aber für mich introvertierte Person ist es gleichzeitig das Kräftezehrendste, das man sich vorstellen kann.

Wie war deine Woche?

Meine Woche war ein Auf und Ab und ich kann gar nicht sagen, was für mich gerade Vorrang hat. Einerseits hatte ich Ferien, hab aber nicht einmal einen Bruchteil dessen geschafft, was auf meiner To Do-Liste stand. Irgendwas lief ganz verquer und kann nicht festmachen, was es war. Wahrscheinlich, dass sich Ärger und Freude und Schock so schlagartig abgewechselt haben, dass alles jetzt ein großer Mischmasch in meinem Kopf ist. Dienstag war ich mit Dani im Kino, um die Freikarten für Die Insel der besonderen Kinder einzulösen. Zum Film gibt es noch einen extra Beitrag, aber Spoiler: Das war ja mal ganz anders als erwartet. Irgendwie kann ich nur mit einem Schulterzucken auf den Film zurückblicken.Danach haben wir beide festgestellt, dass wir die Folgeteile noch nicht gelesen haben und kamen auf die Idee, gemeinsam mit Knaur eine Leserunde dazu zu veranstalten. Im Rahmen der Bücherparty widmen wir uns also der Stadt der besonderen Kindern. Die Leseparty beginnt am 2. Dezember und es gibt natürlich etwas zu gewinnen. Genaueres erfahrt ihr noch.

bucherparty

Mittwoch hatte ich ein Elterngespräch und bin danach bei einem Tattoostudio in der Nähe vorbeigefahren, weil ich dort einen Besprechungstermin hatte. Nachdem mich mein eigentliches Studio der Wahl mehrfach sitzenlassen hatte, hatte ich einfach die Nase voll, und glücklicherweise sehr spontan bei dem neuen Studio einen Termin bekommen. Weil es mein erstes Tattoo war, hatte ich echt Muffensausen, aber wurde sehr nett behandelt und durfte dem Tätowierer auch kurz über die Schulter sehen, zur Sicherheit. Noch spontaner bekam ich gleich am Donnerstag einen Termin und tada – das wird nicht mein letztes Tattoo sein. Trotz schwitziger Hände und Magengrummeln war es am Ende nämlich so gar nicht schlimm…

foto-04-11-16-11-27-12

Freitag kam dafür dann der richtige Schlag in die Magengrube, den wir jetzt erstmal verdauen müssen. Nachdem er jetzt das stolze Alter von 8 Jahren erreicht hatte, musste unser Tierarzt leider einen riesigen Tumor bei unserem Hund feststellen, der auch schon in alle Richtungen gestreut hat. Wir hoffen, dass wir es noch bis Weihnachten zusammen schaffen. Bis dahin gibt es nun statt Diätfutter und Schongang Verwöhnung pur. Wir können ihm den letzten Weg jetzt nur so angenehm wie möglich gestalten.

Welche zwei Bücher willst du bis Jahresende noch gelesen haben (und wieso)?

And I Darken liegt jetzt schon viel zu lange hier und muss immer zurückstecken, dabei wüsste ich gerne, was es mit dem Hype auf sich hat. Und die Uralte Metropole gehört für mich einfach in den Dezember. Bis auf Somnia habe ich alle Bücher verschlungen und geliebt.

Was war dein Wochenhighlight?

Zum einen der Staffelbeginn von Supernatural (Ja, ich bin hinterher und erst bei Staffel 11 und ich rolle mich innerlich unter Schmerzen auf dem Boden bei der unheimlich schlimmen Synchro, aber weil ich die Serie mit dem Herrn Umblättern ansehe, komme ich nicht drumrum…).

supernatural-season-11-recap-01

Zum anderen bin ich viel zu spät über Welcome to the Show von Adam Lambert gestolpert und höre es seitdem in Dauerschleife. Ich würde mir ja ein Bein dafür ausreißen, ihn mal live zu sehen.

|Aktion| Der Lovelybooks Leserpreis – meine Nominierungen

|Aktion| Der Lovelybooks Leserpreis – meine Nominierungen

Es ist wieder soweit – der Lovelybooks Leserpreis wird verliehen. Doch zuerst einmal müsst ihre eure Lieblingsbücher dafür ins Rennen schicken.

Bis zum 10. November 2016 können Leser bei Lovelybooks ihre Buch-Favoriten des Jahres 2016 nominieren.
Auf die Shortlist schaffen es die beliebtesten 35 Titel, die dann vom 14. bis 22. November für den DER LESERPREIS in Gold, Silber und Bronze zur Abstimmung stehen. DER LESERPREIS wird in 14 Kategorien verliehen: Romane, Krimi und Thriller, Fantasy und Science Fiction, Jugendbücher, Kinderbücher, Liebesromane, Erotische Romane, Historische Romane, Humor, Sachbuch und Ratgeber, bestes Hörbuch, bestes E-Book Only, bester Buchtitel sowie das beste Buchcover. Am 24. November gibt LovelyBooks.de die Preisträger bekannt.
Was den DER LESERPREIS so besonders macht? Allein die Leser entscheiden, welche Neuerscheinungen des Jahres zu den besten Büchern 2016 gekürt werden und teilen so die Bücher, die sie wirklich lieben und empfehlen.

Ich habe nur in wenigen Kategorien nominiert und zwar folgende Bücher:

Jugendbücher:

Kinderbücher:

Fantasy & Science Fiction:

london

Humor:

freitag

Hörbuch:

lady-hor

Und, habt ihr schon nominiert? Sind wir uns irgendwo einig? Oder fandet ihr meine Nominierungn persönlich sogar unmöglich?

|Rezension| Jenny Downham „Die Ungehörigkeit des Glücks“

|Rezension| Jenny Downham „Die Ungehörigkeit des Glücks“

ungehorigkeir

C. Bertelsmann * 22.02.2016  *  OT: Unbecoming * ISBN 978-3-570-10292-3

HC 19,99 €  * eBook 15,99 €  * Leseprobe

Klappentext

Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …

Meinung

Für die Ungehörigkeit des Glücks habe ich eine unverschämt lange Zeit gebraucht, um es zu Ende zu lesen. Immer wieder musste ich es zur Seite legen und schlucken. Dieses Buch erzählt die Geschichte dreier Generationen, die eher unwillig aufeinanderstoßen.

Katie ist im Teenageralter und leidet unter den hohen Erwartungen und strengen Regeln ihrer Mutter Caroline. Sie ist ein kluges Mädchen, das sich aber nicht nur darauf reduziert sehen möchte. Ihre einzige Freundin hat sie verloren, weil sie sie geküsst hat. So allein auf sich gestellt hadert sie mit sich selbst, als ihre Großmutter Mary wieder in ihr Leben tritt. Mary hat Alzheimer und schwankt zwischen klaren Episoden und dem Horror, den man erlebt, wenn man seine Erinnerung verliert und sich dessen auch bewusst ist. Während Mary und Katie sich erstaunlich gut verstehen, ist Marys Tochter Caroline über die Zusammenführung komplett unglücklich, denn Mary hatte sie als Baby an ihre Schwester Pat übergeben und sich seitdem nicht mehr bei ihr gemeldet.

Nun zeigt sich im Laufe des Buches, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Vor allem Marys und Carolines Geschichte hat einen sehr verworrenen Hintergrund. Hätte ich nun einfach das Buch in einem Rutsch durchgelesen, hätte ich es wohl echt blöd gefunden, wie Caroline mit Mary umgeht. Oder gut gefunden, dass Katie nicht mehr dauernd auf ihre Mutter hört. Aber mit längerem Nachdenken musste ich feststellen, dass jede Medaille eben doch zwei Seiten hat und das fand ich sehr gut vermittelt.  Ich muss zugeben, dass die Erzählweise auch ziemlich langsam ist. Es tut sich eigentlich gar nicht viel hier. Die Ungehörigkeit des Glücks ist mehr eine Beobachtung dreier Frauen und deren gemeinsamer Zeit. Und das geschieht mit viel Hingabe zum Detail, mit Ausschmückungen von Momenten und der Konzentration auf Emotionen und weniger auf Taten. Das muss man wollen, aber dann ist es gut gemacht.

Fazit

Ein stilles, lange nach klingendes Buch über drei Frauen verschiedener Generationen, die jede auf ihrer eigenen Suche nach dem Glück ist, mit detailliert ausgearbeiteten Charakteren.

diversity inside