Christopher Pike „Remember me“

Christopher Pike „Remember me“

Serie: Remember Me

Band: 1

Verlag: Simon Pulse (Mai 2002)

Seiten: 240

ISBN: 0743428013

Preis: ~ 4 €

Inhalt

Sharis Abend lief wirklich mies. Sie muss auf den Geburtstag ihrer Nichtfreundin Beth, die dann auch noch mit ihrem Freund rummacht. Und ihre beste Freundin Jo kommt auf die Idee, zu den Geistern zu sprechen und Shari als Medium zu benutzen, was ihr einen Mordsschrecken einjagt, als es funktioniert. Doch am schlimmsten endet der Abend dann: Nämlich mit ihrem Tod.  Shari fällt 4 Stockwerke tief von einem Balkon.

Fast alle ihre Freunde denken, Shari wäre gesprungen. Ist sie aber nicht. Und der Detektiv, der mit ihrem Fall betraut ist, ist zu allem Überfluss auch noch Trinker. Also versucht Shari auf eigene Faust zu ermitteln, wer sie umgebracht hat.

Meinung

Christopher Pike ist ein Autor, der sich auf zwei Schienen spezialisiert: Krimis und Fantasy. Mit „Remember Me“ verbindet er beide miteinander. Zum einen konzentriert er sich darauf, wie Sharis Leben nach dem Tod aussieht, welche Regeln es gibt und welche Möglichkeiten sie hat. Zum anderen entwickelt er eine Kriminalgeschichte um Sharis Tod. Außerdem baut er eine kleine Liebesgeschichte ein zwischen Shari und ihrem vor zwei Jahren verstorbenen Freund Peter.

Dabei kann Pike wunderbar mit Worten umgehen und malt dabei auch Umgebungen, die beeindruckend sind. Tote können zum Beispiel Gefühle sehen in Form von Farben und Gebilden in der Luft um die fühlenden Personen. Auch die Träume, die er beschreibt, sind sehr interessant oder auch lustig für den Leser. Vor allem als Shari in den Traum ihres Exfreundes eindringt, der offenbar ein Problem damit hat, sich für eine einzige Frau zu entscheiden, muss der Leser laut auflachen.

„Remember Me“ habe ich mit 14 unter dem deutschen Titel „Kein Frieden für Shari“ gelesen. Mehrmals. Umso überraschter war ich, als ich nun feststellen musste, dass die deutsche Version gekürzt war. Der Polizist, der mit Sharis Fall betraut ist, hat eine Tochter in Sharis Alter, was ihn wahrscheinlich anfangs dazu bringt, Sharis Fall näher zu betrachten als der Rest der Polizisten. Anders als sie ist er von ihrem Selbstmord nicht überzeugt. Da Shari ihrem Polizisten hin und wieder folgt, um mit seinen Ermittlungen mitzuhalten, lernt sie auch dessen Tochter kennen, die offenbar drogensüchtig ist. Durch sie lernt Shari auch, dass sie in bestimmten Bewusstseinszuständen mit den Lebenden kommunizieren kann. Am Ende des Buches denken sich Shari und ihr Freund Peter dann einen Trick aus, um das Mädchen von ihrer Drogensucht loszukriegen – erfolgreich. In der deutschen Fassung existiert die Tochter des Polizisten gar nicht.

Auffälliger in der deutschen Fassung war ein fehlender Traum von Sharis bester Freundin Jo. Nach ihrer Begegnung mit dem drogensüchtigen Mädchen weiß Shari, dass sie in Träumen mit den Lebenden reden kann und wandert durch die Häuser ihrer Freunde.  ( In der deutschen Fassung erzählt Peter ihr von der Möglichkeit ) Während in „Kein Frieden für Shari“ Shari Jos Kopf berührt und sich plötzlich auf dem Boden liegend wiederfindet und Jo schreiend aufwacht, wird in der englischen Version der Traum beschrieben. Scheinbar war er aber zu brutal und wurde gestrichen.

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