Jonathan Stroud „Bartimäus. Die Pforte des Magiers“

Jonathan Stroud „Bartimäus. Die Pforte des Magiers“

Serie: Bartimäus-Trilogie

Band: 3

Verlag: Cbj (November 2008)

Seiten: 608

ISBN: 3570219577

Preis: 8,95 €

Inhalt

2000 Jahre sind vergangen, seit Bartimäus auf der Höhe seiner Macht war. Heute, gefangen in der Welt der Magier, spürt er seine Kräfte schwinden. Doch noch will Nathanael ihn nicht aus seinen Diensten entlassen. Unterdessen eignet sich die Widerständlerin Kitty Jones geheimes Wissen über Magie und Dämonen an. Sie will erreichen, dass der ewige Kampf zwischen Dschinn und Menschen beendet wird.Doch dann wird London von einer bislang unbekannten Macht angegriffen und Nathanael, Kitty und Bartimäus müssen der größten Gefahr der Geschichte der Zauberei entgegentreten. Und das Schlimmste: Sie müssen zusammenarbeiten …

Meinung

Viele viele Bücher stecken in meinem SUB fest. Ihnen werden immer andere Bücher vorgezogen, obwohl ich sie doch trotzdem so gerne lesen würde. Also haben Kari und ich beschlossen, uns gegenseitig Nummern zu nennen und das entsprechende Buch vom SUB zu lesen. So hat es ihn erwischt, den guten Bartimäus, der auch noch Karis Geburtstaggeschenk zu meinem 23. Geburtstag war. ( Und wenn man bedenkt, dass sich der 24. bedenklich nähert, weiß man erst, wie lange er auf Beachtung gewartet hat… )

„Die Pforte des Magiers“ beginnt damit, dass man erfährt, was die drei Protagonisten gerade machen. Nathanael ist ein hohes Tier in der Regierung, Sicherheitsminister und auch noch damit beschäftigt, den Menschen den Krieg schmackhaft zu machen. Dabei wird er völlig gestresst und paranoid und immer rücksichtsloser, auch was Bartimäus angeht. Denn anstatt den Djinn freizulassen, lässt er Bartimäus auf der Erde versauern, was an dessen Substanz zerrt. Bartimäus ist ein Schatten seiner selbst, kraftlos, unglücklich und körperlich kaum noch in der Lage, Nathanaels Aufträge zu erfüllen. Das ist dem jungen Zauberer aber herzlich egal und damit bringt er es auch fast fertig, seinen Diener umzubringen. Kitty hingegen hat sich zwei neue Identitäten zugelegt: Einmal ein Barmädchen in einer Kneipe, in der sich Menschen treffen, die mit dem Krieg und der Regierung unzufrieden sind, zum anderen ist sie Laufmädchen für einen alten Zauberer, der sie immer mehr und mehr in die Geheimnisse der Magie einweist – seiner Meinung nach kann eine „Normale“ ja sowieso nicht viel ausrichten. Da irrt er sich aber gewaltig.

Neben den aktuellen Ereignissen gibt es noch Rückblenden zu Bartimäus Leben mit Ptolemäus, dessen Gestalt er immer wieder annimmt. Ptolemäus war der erste und einzige Mensch, den Bartimäus nicht als aufgezwungenen Herren gesehen hat, der Vertrauen zu ihm aufgebaut hat und der überzeugt war, dass Dämonen und Zauberer Freunde sein könnten.

Der letzte Band der Bartimäusreihe lässt meiner Meinung nach leider nach. Zum einen liegt das wohl daran, dass Bartimäus sehr selten vorkommt, und anfangs auch viel von seinem Witz einbüßt, weil er ein Häufchen Elend ist. Die Passagen über Nathanael überwiegen, und das tut dem Buch nicht gut. Nathanael ist – um es mal unnett auszudrücken – ein paranoider, selbstmitleidiger, jammernder und geifernder Schlappschwanz. Das ändert sich erst gegen Ende des Buches.

Das Ende ist es auch, was das Buch letztendlich rettet: Hätte Stroud es geschafft, die Spannung und die Story mehr auf die Ereignisse am Schluss zu lenken ( was sicher möglich gewesen wäre, denn manche Handlungen drehen sich verzweifelt im Kreis ), wäre „Die Pforte des Magiers“ sicher das beste Buch der Reihe geworden.

Fazit

„Bartimäus. Die Pforte des Magiers“ ist sicher ein würdiger Abschluss der Bartimäus-Trilogie mit einem sehr schönen Ende, hat aber leider seine Längen, was den Lesespass am Anfang mindert.

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Ein Gedanke zu “Jonathan Stroud „Bartimäus. Die Pforte des Magiers“

  1. Juhu! Du hast es auch geschafft! Mensch, wenn wir so weiter machen, dann schreitet unser SuB-Abbau aber super voran ^^ *gg* wir dürfen uns nur nicht so viel Nachschub zulegen…

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