Jay Asher „Th1rteen r3asons why“

Jay Asher „Th1rteen r3asons why“

Verlag: Razorbill (Oktober 2007)

Seiten: 320

ISBN:1595141715

Preis: 8,97 €

Inhalt

Als Clay von der Schule nach Hause kommt, findet er auf seiner Türschwelle ein Päkchen ohne Absender. Im Päkchen liegen 7 Kassetten. Als er die erste Kassette anhört, schwahnt ihm Böses: Die Stimme auf den Tonbändern ist die von Hannah Baker, seine heimliche Liebe, die vor einigen Wochen Selbstmord begangen hatte. Das Paket mit den Tonbändern wandert durch die Hände von 13 Menschen, die alle laut Hannah mit den Gründen für ihren Selbstmord zu tun haben. Zusätzlich zu den Kassetten haben alle 13 Personen Karten erhalten, die Hannahs wichtigste Stationen in ihrer Heimatstadt anzeigen. Mit Hannahs Stimme im Ort läuft Clay nun diese Punkte ab und bangt darum, welche Rolle er bei Hannahs Entscheidung gespielt hat.

Meinung

„Thirteen reasons why“ ist eines von vielen Büchern, die sich mit Selbstmord beschäftigen. Dabei bekommt die Selbstmörderin selbst die Chance, ihre Geschichte aufzurollen. Hannah hat sich unfreiwillig einen ziemlich zweifelhaften Ruf angeeignet, der allein darauf basiert, dass ihr Umfeld sich Geschichten über sie ausdenkt. Doch dieser Ruf bringt mehr und mehr – sie selbst nennt es Schneeballsystem – schlimmere Vorgänge ins Rollen.

Doch im Prinzip endet der Leser wie bei anderen guten Büchern über das Thema: Er kommt ins Grübeln. Wieviel Einfluss hat ein einzelner Mensch auf das Leben seines Umfelds und inwieweit ist er sich dessen überhaupt bewusst? Wieso ist Selbstmord so ein Tabuthema? Wenn man genauer hinsieht, kann man vorher ahnen, dass jemand entsprechende Pläne hat?

Hannahs Geschichte macht traurig und es gibt Momente, in denen mir die Tränen ins Auge schossen. Auch leidet man mit Clay mit, der davor Angst hat, was Hannah ihm zu sagen hat und als sie es dann sagt, ist man gemeinsam mit ihm traurig. Besonders interessant ist es zu sehen, dass Hannah glaubt, ihre Reaktionen und Gefühle sind für Clay völlig durchschaubar und andersrum, dabei missinterpretieren beide das Verhalten des anderen.

Der Leser bekommt zudem die Möglichkeit, mit Clay die Stationen abzugehen, denn der Schutzumschlag des Buches beinhaltet auf der Rückseite die selbe Karte, die Clay von Hannah erhalten hat.

Für die, die des Englischen nicht so mächtig sind, erschien „Thirteen reasons why“ unter „Tote Mädchen lügen nicht“ auch auf deutsch.

Fazit

„Thirteen reasons why“ ist ein gelungenes Buch zum Thema Suizid, das durch die Idee, dass die Protagonistin Tonbänder hinterlässt, besonders wird. Das Buch wirft beim Leser viele Fragen auf und er leidet sowohl mit Hannah als auch mit Clay mit.

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