„Speak“

„Speak“

Darsteller: Kristen Stewart, Robert John Burke

Director: Jessica Sharzer

Studio: Showtime Ent.

Länge: 93 Minuten

Inhalt

Melinda beginnt die Highschool, doch alles ist schrecklich. Weder spricht jemand mit ihr, außer einem völlig neuen Mädchen, noch möchte sie selbst sprechen. Ihre besten Freundinnen sind wütend auf sie, weil sie auf einer Party die Polizei gerufen hat und meiden sie. Mit den meisten Lehrern kann sie nichts anfangen, bis auf ihren Kunstlehrer, der sie ermutigt, obwohl sie sich für unbegabt hält, einen Baum zu zeichnen. Und Melindas Eltern interessieren sich sowieso nicht für sie, sondern sind ständig mit sich selbst beschäftigt.

Meinung

„Speak“ wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Der erste läuft zeitlich nach vorne ab: Melinda hat ihren ersten Tag an der Highschool, sie besucht ihre ersten Klassen, man kann beobachten, wie sie gemieden wird und wie sie andere meidet. Die einzige Kommunikation, die ihr widerfährt, sind böse Sticheleien, und die Gespräche mit ihrem Kunstlehrer. Der zweite Handlungsstrang springt in der Vergangenheit hin und her. Zuerst sieht man, wie Melinda verweint die Polizei auf einer Party anruft, wie sie das Haus räumt, wie ihre Freundinnen sauer auf sie sind. Danach kann man den Partyablauf beobachten, bis ganz zum Schluss herauskommt, aus welchem Grund Melinda die Polizei angerufen hat.

Beobachtet man Melinda, fällt einem auch schnell auf, dass sie kaum ein Wort sagt. Ihre Antworten sind einsilbig, bzw bleiben ganz aus, während ihr Umfeld pausenlos redet. Auch kann man in ihrem Äußeren extreme Unterschiede zwischen Vergangenheit und Gegenwart beobachten: Wo sie in der Vergangenheit gepflegt aussah, enge Kleidung trug und ein glückliches und offenes Mädchen war, trägt sie jetzt weite alte T-Shirts, ausgetretene Turnschuhe und ihre Haare hängen ihr ins Gesicht. Sie nimmt eine verschlossene Körperhaltung ein und sieht pausenlos angespannt und unglücklich aus.

Schon weit im Voraus kann man ahnen, was mit Melinda auf der Party wirklich geschehen ist. Doch erst ganz zum Schluss gelingt es ihr, erst aufzuschreiben, was ihr geschehen ist und letztendlich sogar mit ihrer Mutter zu reden.

Es ist schwer zu boebachten, wie Melinda sich durch ihr tägliches Schulleben quält, wie sie mit ihrem inneren Kampf umgeht und wie desinteressiert ihre Eltern sind. Man möchte ihr Umfeld schütteln und sagen: Kuckt doch mal genau hin, oder sie selbst, um sie zum Reden zu zwingen.

Fazit

„Speak“ ist die Verfilmung des Romans von Laurie Halse Anderson. In zwei Handlungssträngen kann man Melindas Leben in Gegenwart und Vergangenheit beobachten und erfährt nach und nach, wieso sie sich weigert, zu sprechen. Der Film ist gleichzeitig traurig als auch aufrüttelnd und fordert dazu auf, genauer hinzusehen und über seine Probleme zu sprechen.

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