Christoph Marzi „Somnia“

Christoph Marzi „Somnia“

Reihe: Die uralte Metropole

Band: 4

Verlag: Heyne ( Dezember 2008 )

Seiten: 608

Preis: 14 €

Inhalt

Es geschehen seltsame Dinge in New York: Verborgene Himmel verschwinden, Träume werden zu Fallen, unheimliche Schneewesen machen Jagd auf Menschen. Auf der Suche nach ihrem Vater stößt das Mädchen Scarlet Hawthorne in den unergründlichen Tiefen der Stadt auf ein Geheimnis, das die Welt für immer verändern wird.

Meinung

So lange hat es mir widerstrebt, es zu tun. Doch nachdem ich jetzt schon ausführlich quergelesen  und ganze Kapitel übersprungen habe, habe ich einfach zum letzten Kapitel geblättert und damit „Somnia“ abgeschlossen. Traurig finde ich das deswegen, weil die uralte Metropole bis hierher zu einer meiner Lieblingsreihen zählte ( und das tun die ersten 3 Bände immernoch ).

Zum einen ist es schon einmal enttäuschend, dass Emily nicht mehr die Hauptperson des Romans ist, sondern eine junge Frau namens Scarlet Hawthorne, die ihr Gedächtnis verloren hat. Doch prinzipiell ist das egal. Scarlet ist Emily in grün, ihre Retterin Anthea Atwood ist Wittgenstein in freundlich und auch sonst gleichen die Charaktere denen der Vorgängerbände aufs Haar, nur dass sie eben ganz andere sein sollen.

Und selbst die Geschichte wiederholt sich. Pausenlos denkt man sich: Das weiß ich doch schon, wieso erzählt man mir das wieder? Was sind Arachniden, wer ist der Lichtlord… 3 Bände lang haben wir das mitverfolgt, und plötzlich denkt Herr Marzi, wir hätten alles vergessen, nur weil die Personen wechseln?

Dabei stecken unter den ständigen Wiederholungen und ellenlang gezogenen Beschreibungen wirklich schöne und gute Ideen, wie das Haus, in dem Anthea Atwood lebt, die „alte Mühle“, in der es immer Sommer ist und Blumen blühen. Schade, dass Christoph Marzi nicht zu Emily und Wittgenstein ( dessen Kurzauftritt nun wirklich nicht entschädigt ) zurückkehren wollte  und schade auch, dass dieser Folgeband geschrieben ist wie ein Serienauftakt… für alte Anhänger der uralten Metropole sind die alten Geschichten nur noch ermüdend.

Fazit

„Somnia“ schafft es in keinster Weise, seinen Vorgängern zu folgen. Vielmehr wirkt es wie ein neuer Serienanfang mit neuen Figuren, die den alten aufs Haar gleichen, und den selben Legenden, die in den ersten 3 Bänden schon durchgekaut wurden. Viel erwartet, wenig bekommen, sehr schade im Anbetracht dessen, dass Christoph Marzi einer meiner Lieblingsautoren ist.

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