Joel Haahtela „Sehnsucht nach Elena“

Joel Haahtela „Sehnsucht nach Elena“

Originaltitel: Elena

Verlag: Piper ( Februar 2009 )

ISBN: 978-3-492-05238-2

Seiten: 160

Preis: 16,00

Inhalt

Poetisch und spannungsvoll – am besten zu lesen an einem traumverlorenen Sommertag: Nach seinem federleichten Roman »Der Schmetterlingssammler« erzählt der Finne Joel Haahtela auch in seinem neuen Buch von der Liebe: Auf der Suche nach der geliebten Frau stellt ein Mann sich seiner schmerzvollen Vergangenheit. ( Quelle: vorablesen.de )

Meinung

„Sehnsucht nach Elena“ war mein erster Roman von Joel Haahtela.  Das Debüt „Der Schmetterlingssammler“ des Schriftstellers und Psychiaters aus Helsinki habe ich leider verpasst. Doch nach „Sehnsucht nach Elena“ werde ich mir den Kauf nochmal durch den Kopf gehen lassen.

Wobei ich zugeben muss, dass ich über längere Zeit indifferent war, was ich von dem Buch halten sollte. Ich fand die Art, auf die Herr Haahtela schreibt, sehr angenehm zu lesen. Die Sprache ist poetisch, die Kapitel kurz und erinnern ein wenig an Tagebucheinträge. So erlebt man kurze Episoden aus dem Leben eines namenlosen Mannes mit.

Doch genau diese Namenlosigkeit und das Fehlen der meisten essentiellen Informationen zu seiner Person waren das, was mich auf lange Strecken irritiert hat. Bis zum entscheidenden Punkt hin hielt ich den Protagonisten für einen Mittdreißiger, der nichts zu tun hat außer einer jungen Studentin nachzugeifern und dabei zu wirken wie ein irrer Stalker. Anfangs findet man ja an der Tatsache nicht anstößiges, dass er auf einer Parkbank sitzt und sie ansieht, aber nachdem er ihr zu ihrer Wohnung und dann noch zu ihrem Ferienjob folgt, wird einem schon mulmig, und nachdem er weinend vor ihrer Wohnungstür sitzt und lauscht, weil sie Männerbesuch hat, kann man gar nicht mehr anders, als den Protagonisten für völlig durchgeknallt zu halten. Wenn man dann herausfindet, wer und was er wirklich ist, tut es einem fast Leid, so böse über ihn gedacht zu haben, auch wenn es weiterhin seltsam erscheint, dass er dieser jungen Frau so vehement folgt und ohne sie beinahe den Verstand verliert.

Fazit

„Sehnsucht nach Elena “ von Joel Haahtela ist ein leichter Roman, poetisch geschrieben und wunderbar zu lesen. Der Autor schafft es, den Leser über lange Zeit aufs Glatteis zu führen ( vorausgesetzt, man liest den zu viel verratenden Klappentext nicht ), die ein bisschen seltsam erscheinende Beziehung der beiden Protagonisten aber letztendlich ins Gute aufzulösen.

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