Bücher-Tops 2008

Bücher-Tops 2008

Jasper Fforde „Der Fall Jane Eyre“:

Hier geht es um Bücher, das ist eigentlich schon die beste Voraussetzung, um einen Weg in meine Reihe der Lieblingsbücher zu finden. Auch wenn das Hin und Her zwischen der Protagonistin Thursday Next und ihrem verflossenen Geliebten streckenweise mehr genervt hat als alles andere, die Welt, in der sie sich bewegt, ist schier wunderbar. Dort werden Bücher nämlich noch wertgeschätzt, statt Kaugummiautomaten gibt es Shakespeare-Zitat-Automaten und auf gute Literatur wird noch wert gelegt. Sie wird sogar durch die LiteraturAgenten – zu denen Thursday auch zählt – vor Fälschungen und Missbrauch geschützt. Außerdem regt das Buch an, sich mehr mit englischer klassischer Literatur auseinanderzusetzen und deckt leider auch so manche meiner Wissenlücken auf, die dringend geschlossen werden müssen.

Stephenie Meyer „New Moon“:

Wenn ich nicht alles lieben würde, wobei ich Rotz und Wasser heulen muss – wozu man Grey’s Anatomy auch zählen könnte -, wäre ich nicht ich. Und hier HABE ich geheult, wenn auch aus sehr persönlichen Gründen. Nachdem die deutsche Übersetzung ( und das möchte ich betonen, denn sie ist wirklich mies – wenn es auch immer noch keinen Vergleich gibt zu Harry Potter 7 ) von Twilight mich so genervt hat, dachte ich ja nicht, dass mich das Twilightfieber, das grassiert, noch anstecken würde. Doch New Moon ist mein persönlicher Twilight-Virus. Und Gott sei Dank ließ dort auch das pausenlose Edward-ist-so-toll-Gerede endlich nach.

Judith Alwin „Ins Netz gegangen“:

Das Thema „Partnersuche im Internet“ an sich ist zwar interessant, aber hätte mich nicht vom Hocker gehauen. Begeisterung deswegen, weil die Autorin ein Gefühl für Wortwitz besitzt, das ich lange nicht mehr erlebt habe. Unterhaltsam sind auch die Berichte ihrer Dates oder die Abschriften ihrer Mailwechsel. Man mag nicht glauben, was für seltsame Individuen sich in Partnerbörsen tummeln und wie vehement dort gelogen wird.

Jenny-Mai Nuyen „Rabenmond. Der magische Bund“:

Jenny-Mai Nuyen versteht es, so zu erzählen, dass man direkt in ihre Welt eintauchen kann. Vor allem die Liebe zwischen Mion und Lyrian hat es mir hier angetan, aber auch die Tatsache, dass die Autorin es schafft, dass man bis zum Ende nicht weiß, was man von Jagu halten soll, obwohl sie sogar deutlich macht, welche Art Mensch er ist. Dass eine Autorin einen Charakter so erschafft, dass er einen bis zum Ende aufs Glatteis führt: Respekt. Viele versuchen, wenige schaffen es.

Markus Zusak  „The Book Thief“:

Ein wunderbares Buch, wenn auch sehr traurig. Aber wie gesagt – Viel heulen = Liebe (; Besonders schön fand ich das tiefste Bayrisch, das in meiner englischen Ausgabe natürlich noch mehr auffällt, als in der deutschen Übersetzung. Obwohl ich noch nicht fertig bin mit dem Buch, aber schätze, dass es das letzte ist, das ich bis Jahresende schaffen werde ( Dank meinem Staatsexamen ), landet es trotzdem auf meiner Jahresliste.

Christoph Marzi „Die uralte Metropole“:

Zuletzt landet hier eine gesamte Reihe auf der Liste meiner Top-Bücher. Im Einzelnen Lycidas, Lilith und Lumen, handelt die Reihe vom Leben in den U-Bahnschächten von London, Prag und Paris. Die Protagonisten sind alles andere als fehlerfrei und damit noch mal so sympathisch, die Schauplätze sind durchweg von mir geliebte Städte. Eine spannende und fantasievolle Reihe, die ihre Fortsetzung in „Somnia“ findet, das – Schwiegermutter sei Dank – unter meinem Weihnachtsbaum liegt.

Ein Gedanke zu “Bücher-Tops 2008

  1. Deine Top-Bücher sind wirklich herrlich ^^ Die kriegen beinahe alle einen Daumen nach oben von mir – ausgenommen die, die ich nicht gelesen hab, aber das sind nur zwei *gg*
    LG, Kari

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